Dehnungsstreifen vorbeugen – das kannst Du tun

Dehnungs

Sie sind Kim Kardashians schlimmster Albtraum: Dehnungsstreifen. Und jetzt, wo der Sommer und somit die Bikinisaison immer näher rückt, werden diese Hautveränderungen auch für viele andere Menschen wieder zusehends zu einem Problem. In knapper Badekleidung lassen sie sich kaum verstecken, was einige sogar davon abhält, den Sommer im Freibad oder am Strand zu genießen.

Wir aber sagen: Lass Dir die schönste Zeit des Jahres keinesfalls von lästigen Dehnungsstreifen vermiesen!

Im folgenden Artikel erfährst Du alles, was Du über Entstehung, Ursachen, Vorbeugung, Bekämpfung sowie Entfernung von Dehnungsstreifen wissen musst. So kannst Du der warmen Jahreszeit gelassen entgegenblicken.

Was sind Dehnungsstreifen eigentlich?

Der medizinische Fachausdruck für Dehnungsstreifen lautet Striae cutis atrophicae oder Striae cutis distensae. Das ist Latein und bedeutet so viel wie Streifen der Haut, die aufgrund von Überdehnung entstehen. Durch eine zu starke Dehnung des Gewebes kommt es zu Rissen in diesem, die als Streifen in der Haut sichtbar werden.

Dehnungsstreifen sind auch als Schwangerschaftsstreifen bekannt. Das kommt daher, dass sich die Haut und das darunter liegende Gewebe in einer Schwangerschaft sehr stark dehnen und die typischen Risse so besonders schnell und auch häufig entstehen.

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Dehnungsstreifen entstehen durch eine Überdehnung des Bindegewebes. Dabei ist das Bindegewebe in der Lederhaut (Dermis), welches aus einem Netz von Kollagenfasern besteht, für deren Dehnbarkeit verantwortlich.

Geschieht die Dehnung des Gewebes nun zu schnell, reißt das Gewebe, und Dehnungsstreifen enstehen. Diese sind anfangs aufgrund der durchscheinenden Blutgefäße als bläulich-rötliche Streifen sichtbar, bis sie schließlich vernarben und sich durch ihre hellere Färbung von der Umgebung unterscheiden.

Die Haut benötigt das Kollagennetz auch, um sich nach einer Dehnung wieder zurückzubilden. Dies kann sie aufgrund der Risse in diesem jedoch nicht mehr. Daher ist die Haut im Bereich von Dehnungsstreifen typischerweise auch lockerer als an anderen Körperregionen.

Was sind die Ursachen von Dehnungsstreifen?

Der Vorgang, bei dem Dehnungsstreifen entstehen, ist immer der gleiche: durch zu starke Belastung reißt das Bindegewebe und Risse werden in der Haut sichtbar. Warum es zu dieser Überbelastung kommt, kann jedoch verschiedene Ursachen haben:

1. Wachstumsschübe

Das körperliche Wachstum verläuft nicht immer gleichmäßig, manchmal kommt es zu regelrechten Wachstumsschüben. Dann kann das Bindegewebe der Haut oft einfach nicht mithalten. Die Folge: es reißt. So kann der völlig normale Wachstumsvorgang dazu führen, dass Dehnungsstreifen entstehen.

2. Schwangerschaft

Bei dieser Ursache von Dehnungsstreifen handelt es sich wohl um die bekannteste. Nicht umsonst heißen Dehnungsstreifen auch Schwangerschaftsstreifen – rund 80 Prozent aller Schwangeren bekommen diese.

In einer Schwangerschaft verändert sich der Körper: Der Bauch wird größer und runder und auch an anderen Körperstellen wird meist Gewicht zugelegt. Geschieht dies alles zu schnell, kommt es zu Rissen im Gewebe und der Entstehung von Dehnungsstreifen. Hinzu kommen noch hormonelle Veränderungen, die die Bildung von Schwangerschaftsstreifen ebenfalls begünstigen, indem sie die Elastizität der Haut reduzieren.

Oft entsteht bei der Rückbildung des Bauches die typische Optik mit Dehnungsstreifen und erschlafftem Hautgewebe. Dies liegt an der durch die gerissenen Kollagenfasern nicht mehr vorhandenen Elastizität der Haut. Sie ist sozusagen ausgeleiert und kann sich nicht mehr von alleine in ihren ursprünglichen Zustand zusammenziehen.

3. Starke Gewichtsschwankungen

Wenn Du ständig ab- und wieder zunimmst, läufst Du große Gefahr, dass Deine Haut mit diesen Gewichtsschwankungen plötzlich nicht mehr mithalten kann, und Dein Gewebe an bestimmten Körperstellen reißt. Doch auch, wenn viel Gewicht auf einmal verloren wird, besteht das Risiko von Hautrissen, da die Haut mit der großen Veränderung schlichtweg überfordert ist.

4. Sport

Durch Sport kann es ebenfalls zur Entstehung von Dehnungsstreifen kommen. So sollten Frauen zum Beispiel stets einen Sport-BH tragen, um das Brustgewebe zu stützen und Dehnungsstreifen aufgrund von sportlicher Belastung zu vermeiden.

Darüber hinaus kann es auch beim Muskelaufbau zu einer Überdehnung des Hautgewebes und somit zur Entstehung von Dehnungsstreifen kommen.

5. Krankheiten

Es gibt einige Krankheiten, zu deren Begleitsymptomen Dehnungsstreifen zählen. Dazu gehören Übergewicht (Adipositas) sowie das Cushing-Syndrom (eine erhöhte Konzentration des Hormons Cortisol im Blut).

Zudem kann auch die Einnahme von Medikamenten die Entstehung von Dehnungsstreifen begünstigen. Besonders Glucocorticoide wie etwa Corticosteron und Cortisol sowie das Hormon ACTH stehen mit der Bildung von Dehnungsstreifen in Verbindung.

Kann jeder Dehnungsstreifen bekommen?

Ja, grundsätzlich kann jeder Dehnungsstreifen bekommen. Ihre Entstehung ist generell weder vom Alter noch vom Geschlecht abhängig. Eine Rolle spielen hingegen – eine eventuell genetisch bedingte – Bindegewebsschwäche sowie hormonelle Einflüsse, etwa während einer Schwangerschaft oder auch in der Pubertät.

 

Im Allgemeinen gilt: Je stärker das Bindegewebe ist, umso geringer ist auch das Risiko für Dehnungsstreifen.

Aufgrund ihrer genetischen Disposition sind Frauen daher anfälliger für Dehnungsstreifen als Männer. Weibliches Bindegewebe ist grundsätzlich schwächer als männliches.

Dehnungsstreifen können zudem auch an so gut wie allen Körperstellen auftauchen. Bevorzugt und besonders leicht bilden sich die Geweberisse jedoch an jenen Körperpartien, die besonders hoher Belastung ausgesetzt sind. Zu diesen zählen in erster Linie das Gesäß, die Hüften, der Bauch und die Brüste, aber auch die Oberarme.

Wie kann ich Dehnungsstreifen vorbeugen?

Ja! Du kannst Dehnungsstreifen auf jeden Fall vorbeugen. Halte Dich dabei am besten an folgende Grundregeln:

1. Viel trinken

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Elastizität Deiner Haut und Deines Bindegewebes und macht beide widerstandsfähiger. Daher solltest Du jeden Tag zwischen zwei und drei Litern Wasser trinken und auf zucker- sowie koffeinhaltige Getränke möglichst verzichten.

2. Gesund essen

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, etwas Fisch und eventuell auch Fleisch ist neben regelmäßig betriebenem Ausdauersport die Basis für einen gesunden und schönen Körper. Sie versorgt diesen mit allen wichtigen Nähr- und Mineralstoffen sowie Vitaminen, die er braucht, um fit zu bleiben.

Besonderes Augenmerk solltest Du auf die Aufnahme von Eiweiß und Aminosäuren legen, denn diese sind wichtige Bausteine für starkes und festes Bindegewebe.

3. Gewichtsschwankungen vermeiden

Die Zu- und Abnahme von Gewicht sind zwei der größten Risikofaktoren für die Entstehung von Dehnungsstreifen. Umso wichtiger ist es daher, dass Du Dein Gewicht so gut es geht konstant hältst. Möchtest Du abnehmen, sollte dies langsam geschehen, sodass sich Deine Haut und Dein Bindegewebe an die Veränderungen anpassen können und keine Risse entstehen.

4. Massagen unterstützen

Egal, ob Du schwanger bist, Gewicht abnehmen möchtest oder einfach nur so, Massagen tun Deiner Haut und Deinem Bindegewebe immer gut. Sie unterstützen es von außen, stärken es und regen die Durchblutung an. Du kannst Deine Haut unter der Dusche mit einem Luffa-Handschuh oder einer speziellen Noppenbürste massieren. Bewege diese einfach einige Minuten lang in kreisenden Bewegungen über die entsprechenden Körperstellen.

5. Feuchtigkeit spenden

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Mittlerweile gibt es ja viele Cremes und Lotionen gegen Dehnungsstreifen. Diese werden in den unterschiedlichsten Preissegmenten angeboten und Du findest sie in Drogerien, Apotheken und Parfümerien. Ihre tatsächliche Wirkung ist jedoch nach wie vor umstritten.

Keine Zweifel gibt es jedoch daran, dass sich eine intensive Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit positiv auf Dehnungsstreifen auswirkt. Somit tust Du Deiner Haut also in jedem Fall etwas Gutes, wenn Du sie – am besten noch feucht nach der Dusche – mit einer Creme oder einem Öl gegen Dehnungsstreifen eincremst. Am besten massierst und zupfst Du sie dabei, um den Anti-Dehnungsstreifen-Effekt noch zu verstärken.

Wie kann ich Dehnungsstreifen bekämpfen?

Grundsätzlich gilt, dass es wesentlich einfacher ist, Dehnungsstreifen vorzubeugen als sie wieder verschwinden zu lassen. Denn sind die lästigen Hautrisse einmal da, gehen sie nur sehr schwer und oft auch gar nicht wieder weg. Dennoch kannst Du Deine Haut unterstützen und so zu einer optischen Milderung von Dehnungsstreifen beitragen.

1. Ölmassagen

Ölmassagen sind ein beliebtes und effektives Mittel gegen Dehnungsstreifen sowie zu deren Vorbeugung. Dabei hast Du die Wahl zwischen verschiedenen Ölen wie Olivenöl, Kokosöl oder Rizinusöl. Wähle ein Grundöl und gib 5 Tropfen ätherisches Orangen- oder Zitronenöl in 50 ml des Trägeröls. Diese Mischung wirkt gegen Dehnungsstreifen besonders gut.

2. Wechselduschen

Der Wechsel zwischen kaltem und warmem Wasser stärkt das Bindegewebe und regt die Durchblutung an. Brause Dich abwechselnd mit warmem sowie kaltem Wasser ab und höre immer mit kalt auf. Achtung: Nicht für den Schwangerschaftsbauch geeignet!

3. Peelings

Peelings – egal ob mit einer Peelingcreme oder eine Luffa-Handschuh – fördern die Durchblutung, und wirken so positiv sowie vorbeugend auf Dehnungsstreifen. Darüber hinaus entfernen sie auch abgestorbene Hautschüppchen, sodass anschließend aufgetragene Pflegeprodukte besser wirken können.

4. Eiklar

Eiklar ist ein echter Tausendsassa, denn es wirkt dank seinem hohen Anteil an Aminosäuren sowie seiner adstringierenden – zusammenziehenden – Wirkung nicht nur gegen Aknenarben und Tränensäcke, sondern auch gegen Dehnungsstreifen.

Schlage so viele Eier auf, wie Du benötigst, und trenne die Eidotter vom Eiklar. Schlage das Eiklar steif und trage dieses dann auf die zu behandelnden Körperstellen auf. Lasse es eintrocknen und wasche es dann gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Diese Behandlung kannst Du mehrmals die Woche durchführen.

5. Aloe Vera

Aloe Vera ist eine Heilpflanze mit riesigem Potenzial. So verwundert es nicht, dass sie auch gegen Dehnungsstreifen helfen kann. Massiere Aloe Vera-Gel oder den frischen Saft der Aloe Vera-Pflanze in die betroffenen Körperstellen ein und versorge Deine Haut so intensiv mit Feuchtigkeit sowie den heilenden und schützenden Inhaltsstoffen der Aloe Vera.

Dehnungsstreifen – alles halb so schlimm!

Wird die Haut zu schnell und zu starke gedehnt, kommt es zu Rissen, den berühmten Dehnungsstreifen. Da dies typischerweise in der Schwangerschaft der Fall ist, werden diese Hautrisse auch Schwangerschaftsstreifen genannt.

Neben einer Überdehnung der Haut kann auch die Einnahme von Medikamenten – vor allem von Hormonen – eine Rolle bei der Entstehung von Dehnungsstreifen.

Dabei hast Du jedoch zahlreiche Möglichkeiten, Dehnungsstreifen vorzubeugen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung, trinke täglich mindestens zwei Liter Wasser, betreibe regelmäßig Ausdauersport, mache Wechselduschen und massiere Deine Haut mit hochwertigen Ölen. Darüber hinaus kannst Du auch spezielle Cremes und Lotionen gegen Dehnungsstreifen auftragen.

So kannst Du Dehnungsstreifen nicht nur effektiv vorbeugen, sondern bereits vorhandene auch deutlich verblassen lassen. Um Erfolge zu sehen, heißt es wie immer: durchhalten! Lasse Dich nicht entmutigen, wenn es einige Zeit dauern sollte, bis Du erste Verbesserungen entdecken kannst, sondern bleibe unbedingt am Ball.

Alleine die ausgiebige Pflege Deines Körpers gibt Dir bereits ein gutes Gefühl, und trägt dazu bei, dass Du Dich gleich viel wohler fühlst. Und dieses neue positive Körpergefühl sorgt garantiert dafür, dass Du den kommenden Sommer in vollen Zügen genießen kannst.

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von Ulrike

Ulrike weiß, was es heißt, unter unreiner Haut zu leiden. Was für sie anfangs eine notgedrungene Auseinandersetzung mit dem Thema unreine Haut war, hat sich inzwischen zu einer echten Passion entwickelt.Ob wissenschaftliche Studien, Ernährungstipps oder eine vielversprechende neue Creme, vor ihr ist nichts sicher, was mit dem Thema unreine Haut zu tun hat. Ihre Erkenntnisse möchte Sie hier mit Euch teilen und euch so dabei helfen, endlich wieder schöne Haut zu bekommen

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