Mallorcaakne – 7 Tipps gegen die lästigen Pusteln und Knötchen

Was tun gegen Mallorcaakne? Hier erfährst du wie du Deine Mallorcaakne in den Griff bekommst!

Mallorca – den Namen dieser spanischen Insel verbinden die meisten mit Meer, Sonne, Strand und Urlaub. Kaum jemand kennt sie nicht, die deutsche Party- und Urlaubsinsel Nummer eins, die längst nicht mehr nur mit positiven Dingen assoziiert wird. Zu diesen zählt nicht nur ausufernder Partytourismus, sondern auch Akne.

Wenn Du Dich nun fragst, was diese beiden scheinbar komplett unzusammenhängenden Begriffe miteinander zu tun haben, lies einfach den folgenden Artikel. In diesem erfährst Du alles, was Du über das Thema Mallorcaakne wissen musst.

Das steckt hinter dem Begriff Mallorcaakne

Vielleicht kennst Du das: Die ersten wirklich warmen Tage des Jahres – da heißt es nach den langen und dunklen Wintermonaten nichts wie raus in die Sonne! Wie es sich gehört, trägst Du vor dem ersten Sonnenbad des Jahres selbstverständlich ordentlich Sonnencreme auf. Dann das erste warme Kitzeln auf der Haut – ah, herrlich! Du schließt die Augen und genießt einfach für einige Minuten die wunderbare Wärme der Sonne. Am nächsten Tag folgt dann die böse Überraschung: Statt mit einer ersten leichten Bräune reagiert Deine Haut mit juckenden Pusteln und Bläschen – willkommen im Club der von Mallorcaakne Betroffenen.

Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, handelt es sich bei Mallorcaakne nicht um eine Form von Akne, die nur auf der Insel Mallorca auftritt. Vielmehr steht der Begriff Mallorcaakne für alle von UV-Strahlen ausgelöste Pickel, Knötchen und Pusteln. Typischerweise treten diese meist in den ersten richtig warmen Tagen des Jahres auf, wenn sich Deine Haut noch nicht an UV-Strahlung gewöhnt hat. In Mitteleuropa ist Mallorcaakne sogar die häufigste lichtbedingte Hautreaktion.

Bei genauerem Betrachten unterscheidet sich Mallorcaakne auch von anderen Akneformen: Statt zu verstopften Poren und entzündeten, eitrigen Pickeln kommt es bei Mallorcaakne zu juckenden Pusteln und Bläschen. Genaugenommen ist Mallorcaakne eine allergische Reaktion auf UV-Strahlung, während normale Akne nichts mit einer Allergie zu tun hat – diese juckt üblicherweise auch nicht.

So entsteht Mallorcaakne

Wird von Mallorcaakne gesprochen, sind damit verschiedene Arten der Lichtdermatose – also durch UV-Strahlung ausgelöste Hautreaktionen – gemeint. In den meisten Fällen sind UVA-Strahlen die Hauptauslöser für die in Form von Bläschen und Pusteln auftretenden Abwehrreaktion der Haut. Wie und warum genau es zu dieser kommt, ist bislang jedoch noch unklar.

Grundsätzlich wird Mallorcaakne durch ein Zusammenspiel von UV-Strahlung und Fett – in Form von Talg oder auch (Sonnen-)Cremes – ausgelöst. Aus diesem Grund tritt Mallorcaakne in der Regel auch genau dann auf, wenn Du Dich dick mit Sonnencreme eingecremt hast. Da tust Du alles, um Deine Haut so gesund wie möglich zu halten, und dann reagiert sie erst mit juckenden Pusteln. Wie ärgerlich!

Durch das Auftreffen der UV-Strahlen auf die Haut kommt es zur Entstehung von freien Radikalen. Diese gehen wiederum eine Verbindung mit den sich auf der Haut befindlichen Fetten ein und verändern diese. Durch diese Veränderungen können die Fette entzündliche Reaktionen auslösen. Typischerweise für Mallorcaakne finden diese Reaktionen im Haarfollikel statt. Die am häufigsten betroffenen Körperstellen sind Arme, Beine und Dekolleté. In einigen Fällen tritt Mallorcaakne auch im Gesicht auf.

Nichtsdestotrotz bist Du, wenn Du ohnehin an Akne leidest, besonders gefährdet, auch an Mallorcaakne zu erkranken. Dies liegt daran, dass Deine Haut bereits zu viel Talg – also Fett – produziert und eine Reaktion der durch UV-Strahlen gebildeten freien Radikale daher besonders wahrscheinlich ist. Trägst Du dann auch noch eine fettige Sonnencreme auf, wird der Ausbruch einer Mallorcaakne noch wahrscheinlicher.

Diese Formen der Mallorcaakne gibt es

Reagiert die Haut nicht auf UV-Strahlung direkt allergisch, sondern auf durch diese ausgelöste Reaktionen, spricht man photoallergischen sowie phototoxischen Dermatosen.

Photoallergische Dermatosen

Hierzu zählt die klassische, durch das Zusammenspiel von UV-Strahlung sowie Fetten, Emulgatoren, Duftstoffen und sonstigen in Sonnencremes enthaltenen Inhaltsstoffen verursachte Mallorcaakne. Einige Stunden oder sogar Tage, nachdem Du Dich in der Sonne aufgehalten hast, kommt es zu einer durch das Immunsystem ausgelöste allergischen Reaktion in Form von juckenden Pustel, Knötchen und Bläschen.

Phototoxische Dermatosen

Bei dieser Reaktion ist das Immunsystem nicht beteiligt. Bestimmte, in Cremes enthaltene Stoffe, verändern sich durch UV-Strahlung und werden giftig. So verändert, reizen sie die Haut direkt und lösen brennende sowie juckende Knötchen und Pusteln aus. Phototoxische Dermatosen werden zum Beispiel häufig durch bestimmte Medikamente ausgelöst.

7 effektive Wege gegen Mallorcaakne – so wirst Du die lästigen Pusteln schnell wieder los

Mallorcaakne gehört in Mitteleuropa zu den häufigsten lichtbedingten Hautreaktionen. So gehst du effektiv gegen Mallorca Akne vor!Meist ist bei einer Allergie die Gabe von Antihistaminika die erste Wahl. Bei einer Mallorcaakne bzw. Sonnenallergie ist dies jedoch nur dann angezeigt, wenn nachweislich ein bestimmter Stoff die allergische Reaktion ausgelöst hat.

Das heißt jedoch nicht, dass Du nichts gegen Mallorcaakne tun kannst!

Ganz im Gegenteil, mit den folgenden Tipps kannst Du rasch eine Linderung erzielen

1. Finde heraus, wodurch Deine Mallorcaakne ausgelöst wurde

Um die Pusteln und Knötchen schnell loszuwerden und auch der Entstehung neuer vorzubeugen, solltest Du zuerst die Ursache für deren Auftreten herausfinden. Oft hilft es dann nämlich bereits, den Auslöser wegzulassen. Dabei kann es sich um eine fettige (Sonnen-)Creme ebenso handeln wie um ein bestimmtes Medikament. Falls Du Medikamente einnimmst, empfehlen wir Dir einmal einen genauen Blick in den Beipackzettel zu werfen. So findest Du heraus, ob Sonnenallergien zu den möglichen Nebenwirkungen zählen

2. Gewöhne Deine Haut langsam an die Sonne

Mallorcaakne wird häufig durch zu lange erste Aufenthalte in der Sonne ausgelöst. Daher ist es oft hilfreich, wenn die Haut langsam und Schritt für Schritt an UV-Strahlung gewöhnt wird. Gehe anfangs nur für einige Minuten in die Sonne. Steigere die Aufenthaltsdauer jedes Mal ein Wenig und achte stets darauf, wie Deine Haut auf die UV-Strahlen reagiert. Entstehen keine Pusteln und Knötchen, kannst Du Dich immer etwas länger in der Sonne aufhalten.

3. Bereite Deine Haut mit Beta-Carotin auf die warme Jahreszeit vor

Indem Du rechtzeitig vor dem Sommer damit beginnst, regelmäßig Beta-Carotin einzunehmen, kannst Du den Eigenschutz Deiner Haut vor UV-Strahlung um das bis zu Vierfache erhöhen. Auf diese Weise kannst Du auch das Risiko verringern, an Mallorcaakne und anderen Lichtdermatosen zu erkranken.

Achtung: Beta-Carotin ersetzt keinesfalls Sonnencremes!

Vor dem Sonnenbad solltest Du daher dennoch unbedingt eine Sonnencreme oder ein Sonnengel auftragen, um einen Sonnenbrand und andere Hautschäden zu vermeiden.

4. Vermeide fettige Sonnencremes

Wie wir bereits erklärt haben, kommt es bei Mallorcaakne zu einer Reaktion von durch UV-Strahlung entstandenen freien Radikalen und auf der Haut befindlichen Fetten. Je fettiger Deine Sonnencreme ist, desto wahrscheinlicher ist daher auch ein Ausbruch von Mallorcaakne. Dass Du daher auf fettige Sonnencremes verzichten solltest, ist ganz logisch. Einige Hersteller bieten spezielle Sonnenschutzprodukte für allergiegefährdete Haut an. Diese sind extra so formuliert, dass sie einer Mallorcaakne vorbeugen.

5. Benutze Sonnenschutzmittel mit Vitamin E

Vitamin E ist ein potentes Antioxidans. Als solches ist es dazu in der Lage, gefährliche freie Radikale zu fangen und unschädlich zu machen. Und diese sind zusammen mit Fett die Hauptauslöser von Mallorcaakne. Benutzt Du nun Sonnencremes mit Vitamin E, verringert sich die Anzahl der durch UV-Strahlung entstandenen freien Radikale und somit auch das Risiko eines Mallorcaakneschubs.

6. Achte auch bei After Sun-Produkten darauf, dass sie fettfrei sind

Je mehr Fett sich auf Deiner Haut befindet, umso höher ist das Risiko, dass Du eine Mallorcaakne entwickelst. Daher solltest Du nicht nur bei Sonnencremes, sondern grundsätzlich bei all Deinen Hautpflegeprodukten darauf achten, dass diese möglichst fettfrei sind. Dies gilt selbstverständlich auch für After Sun-Produkte. Hier solltest Du solche wählen, die keine Öle, dafür jedoch intensiv feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Aloe Vera und Hyaluronsäure enthalten. Diese versorgen Deine Haut nach einem Sonnenbad mit allem, was sie braucht.

7. Mach eine Lichttherapie

Mallorcaakne tritt besonders an den ersten warmen Tagen des Jahres auf, wenn sich Deine Haut noch nicht an UV-Strahlung gewöhnt hat. Um dem vorzubeugen und einen Gewöhnungseffekt zu erreichen, kannst Du im Vorfeld eine Lichttherapie machen. Bei dieser wird Deine Haut mit künstlichem Licht bestrahlt und kann sich so langsam an UV-Strahlen gewöhnen. Zudem entwickelt sie eine verstärkte Pigmentierung.

Die leidige Frage: Vitamin D oder Sonnenschutz?

Vitamin D ist ein Vitamin, das der Körper bei Sonneneinstrahlung selbst bildet. Es hat zahlreiche wichtige Funktionen wie etwa Stimmungsaufhellung, Stärkung des Immunsystems, Stressreduzierung und Linderung von Entzündungen.

Darüber hinaus wirkt es sich auch positiv auf eine übermäßige Talgproduktion sowie Verhornung der Haut.

Somit spielt Vitamin D auch beim Kampf gegen Akne eine wichtige Rolle.

Mit Akne und der damit einhergehenden erhöhten Talgproduktion Deiner Haut zählst Du jedoch zur Risikogruppe für Mallorcaakne und solltest bei Aufenthalten in der Sonne daher besonders vorsichtig sein.

Damit Deine Haut überhaupt Vitamin D bildet, darfst Du nur ohne Lichtschutzfilter in die Sonne gehen. Davon wird zwar grundsätzlich abgeraten, jedoch verhindert bereits ein Lichtschutzfaktor von acht, dass Dein Körper Vitamin D bilden kann. Grundsätzlich reichen zehn Minuten Sonnenexposition aus, um den Bedarf Deines Körpers an Vitamin D zu decken.

Du kannst einerseits versuchen, Deine Haut vorsichtig an die Sonnenstrahlung zu gewöhnen, oder andererseits die Sonne komplett meiden und Vitamin D stattdessen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu Dir nehmen. Mit letzterer Variante bekommst Du sicher keine Mallorcaakne. Achte jedoch darauf, eine ausreichende Menge an Vitamin D zu Dir zu nehmen, da die meisten handelsüblichen Präparate viel zu niedrig dosiert sind. 5000 IU Vitamin D pro Tag sollten es schon sein.

Nie mehr Mallorcaakne – Deine Checkliste

Hier noch einmal die wichtigsten Tipps gegen Mallorcaakne:

  1. Gewöhne Deine Haut langsam an die Sonne
  2. Stärke Deine Haut von innen durch die Einnahme von Beta-Carotin über den Zeitraum von mindestens sechs Wochen vor dem ersten Sonnenbad
  3. Vermeide fetthaltige Sonnenschutzprodukte
  4. Benutze spezielle, für sonnenallergiegefährdete Haut entwickelte Sonnenschutzprodukte
  5. Achte darauf, dass Deine Sonnenschutzprodukte das Antioxidans Vitamin E enthalten
  6. Wähle nur fettfreie After Sun-Produkte
  7. Hat es Dich erwischt, kannst Du den Juckreiz mit Antihistaminika- oder Kortison-Gelen aus der Apotheke lindern
  8. Aloe Vera-Gel und kalte, feuchte Umschläge lindern Mallorcaakne und sorgen für eine schnellere Abheilung

Was Du mit dem Wissen aus diesem Artikel machen solltest

Aknehaut mit ihrer übermäßigen Talgproduktion bietet die idealen Voraussetzungen für die Entstehung von Mallorcaakne.

Mallorcaakne ist ein Überbegriff für allergische Reaktionen der Haut auf UV-Strahlung, die meist nach den ersten Sonnenbädern des Jahres auftritt. Die UV-Strahlung sorgt für die Entstehung freier Radikale, welche wiederum mit Fett auf der Haut reagieren und so die juckenden Pusteln, Bläschen und Knötchen verursachen. Je mehr Fett sich auf der Haut befindet, desto höher ist daher auch das Risiko, eine Mallorcaakne zu entwickeln.

Am besten beugst Du Mallorcaakne vor, indem Du Deine Haut langsam an Sonnenstrahlung gewöhnst und auf fettige Sonnenschutzcremes verzichtest. Benutze stattdessen leichte Sonnenschutzprodukte, die speziell für sonnenallergiegefährdete Haut formuliert sind. Idealerweise enthalten diese auch Vitamin E, ein potentes Antioxidans, das freie Radikale effektiv unschädlich macht.

So gerüstet steht einem tollen Start in die warme Jahreszeit nichts mehr im Weg!

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von Ulrike

Ulrike weiß, was es heißt, unter unreiner Haut zu leiden. Was für sie anfangs eine notgedrungene Auseinandersetzung mit dem Thema unreine Haut war, hat sich inzwischen zu einer echten Passion entwickelt.Ob wissenschaftliche Studien, Ernährungstipps oder eine vielversprechende neue Creme, vor ihr ist nichts sicher, was mit dem Thema unreine Haut zu tun hat. Ihre Erkenntnisse möchte Sie hier mit Euch teilen und euch so dabei helfen, endlich wieder schöne Haut zu bekommen

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