Was Du garantiert noch nicht über Omega-3-Fettsäuren und Akne wusstest

Lachs hilft gegen Pickel und unreine Haut! Erfahre hier wieso und wie du dir das zu nutze machen kannst!Sicher hast Du schon einmal von Omega-3-Fettsäuren gehört oder gelesen.

Diese kommen vor allem in fettem Fisch wie etwa Lachs vor und gelten als echte Wunderwaffen, wenn es darum geht, Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen.

Nicht umsonst werden Lebensmittel damit beworben, besonders reich an Omega-3-Fettsäuren zu sein.

Mittlerweile ist es sogar schon möglich, Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren anzureichern.

Was Du vielleicht noch nicht wusstest: Omega-3-Fettsäuren können Dir auch dabei helfen, Deine Akne zu bekämpfen.

Ob Omega-3-Fettsäuren Akne lindern, hängt jedoch von einem komplizierten Wirkmechanismus ab.

Wir haben haben das Thema Omega-3-Fettsäuren für Dich genauer unter die Lupe genommen und sind dem Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und Akne auf den Grund gegangen.

Lies im folgenden Artikel alles, was Du über Omega-3-Fettsäuren und ihren Einfluss auf Akne wissen musst.

Was sind eigentlich Omega-3-Fettsäuren?

Omega-3-Fettsäuren zähen ebenso wie Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren zu den essenziellen Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, und die ihm deshalb über die Nahrung zugeführt werden müssen.

Sie sind unter anderem für

  • die Aufrechterhaltung des Immunsystems,
  • die Blutdruckregulierung,
  • die Vorbeugung von Herzrhythmusstörungen,
  • die Vorbeugung von Myokardinfarkten (bestimmten Herzinfarkten),
  • die Verbeugung koronarer Herzerkrankungen,
  • die Durchblutungsförderung,
  • die Senkung von Blutfetten,
  • die Hemmung von Entzündungen,
  • die Entwicklung und Funktion von Nervenzellen,
    wichtig.

Dabei gibt es verschiedene Omega-3-Fettsäuren, die unterschiedliche gesundheitliche Vorteile bieten.

Diese Omega-3-Fettsäuren gibt es

ALA – Alpha-Linolensäure

Hierbei handelt es sich um jene Omega-3-Fettsäure, die vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Besonders Leinöl ist mit einem Anteil zwischen 56 und 71 Prozent reich an Alpha-Linolensäure.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Omega-3-Fettsäuren, DHA und EPA, verfügt ALA über weniger direkt positive Eigenschaften. Da es sich bei ALA um eine Vorstufe von DHA und EPA handelt, muss der Körper ALA erst in die anderen Omega-3-Fettsäuren umwandeln. Dies tut er jedoch leider nur in sehr geringem Maße.

Studien haben gezeigt, dass der Körper von der insgesamt aufgenommen Menge an ALA maximal 10 Prozent in EPA und maximal 5 Prozent in DHA umwandelt. Andere Studien sprechen auch bei EPA nur von einer Umwandlungsrate von maximal 5 Prozent, während wiederum andere Studien gar zu dem Schluss gekommen sind, dass die Umwandlungsrate bei mageren 1 Prozent liegt.

Docosahexaensäure – DHA

DHA findet man in fast allen Lebensarten, die sich von einer bestimmten Spezies Mikroalgen ernähren. Die bekannteste DHA-Quelle ist Lachs. Inzwischen besteht jedoch auch die Möglichkeit, Lebensmittel mit DHA anzureichern. Enthalten Eier DHA, wurde das Futter der Hühner, die diese Eier gelegt haben, entsprechend mit Mikroalgen versetzt.

DHA ist im menschlichen Körper vor allem für die Aufrechterhaltung von Stoffwechselfunktionen von Bedeutung und in erster Linie in den Zellmembranen der Nervenzellen, in der Netzhaut und im Gehirn zu finden.

Eicosapentaensäure – EPA

Pickel und unreine Haut entstehen durch ein schlechtes Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.EPA kommt ebenso wie DHA in so gut wie allen Lebensarten vor, ist angereichert jedoch vor allem in fetten Seefischen wie Lachs zu finden.

EPA ist wichtig für

  • die Bildung von DHA
  • die Bildung von entzündungshemmenden Eikosanoiden (hormonähnlichen Substanzen)

In weiterer Folge spielt EPA daher eine grundlegende Rolle bei

  • der Aufrechterhaltung eines gesunden Immunsystems
  • der Blutdruckregulation
  • der Regulation des Herzschlags

Jüngere Studien legen außerdem einen positiven Einfluss von EPA auf Depressionen, Ängste sowie einige Symptome von Schizophrenie nahe. Darüber hinaus soll sich EPA allgemein positiv auf die Stimmung und den Gefühlshaushalt auswirken. Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass EPA in diesen Fällen wesentlich wirksamer ist als DHA.

So wirken Omega-3-Fettsäuren gegen Akne

 

Omega-3-Fettsäuren wirken vor allem entzündungshemmend.

ALA wirkt indirekt entzündungshemmend, indem sie die Aktivität bestimmter Enzyme auf sich zieht, und von diesen zu EPA umgewandelt wird.

Jene Enzyme, die ALA zu EPA umwandeln, sind nämlich die gleichen Enzyme, die aus Linolsäure – einer Omega-6-Fettsäure – Arachidonsäure bilden.

Während EPA jedoch zu entzündungshemmenden Serie-3-Eikosanoiden weiterverarbeitet wird, entstehen aus Arachidonsäure entzündungsfördernde Serie-2-Eikosanoide (Eikosanoide sind hormonähnliche Substanzen).

Das heißt also: Je mehr ALA Du zu Dir nimmst, desto weniger Möglichkeit hat Dein Körper, aus Omega-6-Fettsäuren entzündungsfördernde Substanzen zu bilden, da er bereits damit beschäftigt ist, entzündungshemmende Stoffe zu produzieren.

Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt.

Ob aus Linolsäure entzündungsfördernde Arachidonsäure gebildet wird, hängt auch vom Insulinlevel ab. Ist dieser hoch, wird mehr Arachidonsäure gebildet, ist er niedrig, wird stattdessen eher das Hormon Prostaglandin PGE1 gebildet. Dieses wirkt wiederum gefäßerweiternd und antientzündlich.

Ein weiterer Punkt, in dem Akne und Insulin zusammenhängen und ein weiterer Grund, warum Du auf Deine Ernährung und Deinen Insulinlevel achten solltest.

Omega-3-Fettsäuren hemmen Entzündungen, Omega-6-Fettsäuren begünstigen sie.

In unserer modernen westlichen Ernährung liegt das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zwischen 1:10 und 1:20. Diese Ernährung begünstigt Entzündungen also eindeutig. Das verstärkt nicht nur Akne, sondern wird von Wissenschaftlern auch als eine der Grundlagen für zahlreiche bekannte Zivilisationskrankheiten gesehen.

Über ein ausgeglichenes Omega-3:6-Verhältnis kannst Du Entzündungen in Deinem Körper positiv beeinflussen. In Hinsicht auf Akne kann die Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren daher – theoretisch – zu einem Rückgang von Rötungen und Schwellungen führen.

Obwohl es noch relativ wenige Studien gibt, die eine direkte Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf Akne untersucht haben, gibt es doch einige wissenschaftliche Untersuchungen, die stark auf eine positive Wirkung hindeuten.

So kam etwa eine italienische Studie zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen ohne Akne regelmäßig Fisch konsumieren, um 32 Prozent höher ist als bei Menschen mit Akne.

Eine koreanische Studie kam zu einem ähnlichen Ergebnis und hat festgestellt, dass Menschen, auf deren Speiseplan regelmäßig Fisch steht, seltener an Akne erkranken.

Einen direkten Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und Akne haben bislang nur zwei Studien untersucht. In einer der beiden nahmen die Probanden jedoch noch andere Präparate zu sich, weshalb die erzielten Verbesserungen nicht eindeutig an der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren festzumachen sind. In der anderen konnte allerdings bei sieben von acht Teilnehmern eine Besserung ihrer Akne beobachtet werden.

So weit, so gut, nur leider ist das Ganze wesentlich komplizierter.

Warum es sich bei Omega-3-Fettsäuren um ein zweischneidiges Schwert handelt

Ob Dir Omega-3-Fettsäuren den gewünschten anti-entzündlichen Effekt bringen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • dem Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren, wie er in der heutigen westlichen Ernährung üblich ist, begünstigt Entzündungen und somit auch Akne. Eine Möglichkeit, um diesen Effekt auszugleichen, ist die Zufuhr von mehr Omega-3-Fettsäuren. Eine weitere Möglichkeit ist die Reduzierung vom Omega-6-Fettsäuren.

  • der Art der zugeführten Omega-3-Fettsäuren

Mittlerweile gibt es verschiedene Supplementierungsformen von Omega-3-Fettsäuren. Als vegane Alternative zum Klassiker Fischölkapseln werden in letzter Zeit auch immer häufiger Präparate auf Basis von Mikroalgen angeboten.

Beide sind reich an DHA sowie EPA und somit perfekt, um entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren auszugleichen. Darüber hinaus gibt es noch pflanzliche ALA-Präparate, die jedoch weniger effektiv sind.

  • deinem Insulinspiegel

Hierzu erfährst Du im folgenden Abschnitt mehr.

Darum bringt die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren oft sogar unerwünschte Effekte

Bei EPA und DHA handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese sind extrem oxidationsanfällig und werden rasch ranzig.

Auch im Körper können sie zu oxidativem Stress führen. Diesen Vorgang nennt man Lipidperoxidation. Dabei entstehen gefährliche freie Radikale, die sehr schädlich für den Körper sind. Durch diese kann sich Akne – vor allem langfristig -deutlich verschlimmern. Ganz abgesehen davon, dass freie Radikale allgemein sehr schlecht für den Körper sind.

Ob EPA und DHA im Körper oxidieren, hängt Studien zufolge vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Durch Erkrankungen wie Insulinresistenz und dem metabolischen Syndrom (eine sogenannte Zivilisationskrankheit gekennzeichnet durch die Symptome Übergewicht, Bluthochdruck, erniedrigtes HDL-Cholesterin und Insulinresistenz) ist das antioxidative Schutzsystem, welches die Oxidation der Fettsäuren verhindern würde, zu schwach.

Es hängt also zu einem großen Teil vom individuelle Stoffwechsel ab, ob EPA und DHA im Körper gefährliche freie Radikale freisetzen oder nicht.

Diese Annahme wird von zahlreichen Studien bestätigt, die unter anderem einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem deutlich erhöhten Risiko für Prostatakrebs und häufigem Verzehr von Fisch festgestellt haben.

Es ist eindeutig erwiesen, dass sich Omega-3-Fettsäuren günstig auf entzündliche Erkrankungen wie Akne auswirken. Dem gegenüber steht jedoch ihre hohe Oxidationsanfälligkeit, die letztendlich aber vom Stoffwechsel des jeweiligen Menschen abhängt.

Je ungesünder der Mensch im Allgemeinen ist, desto eher neigen auch die aufgenommen Omega-3-Fettsäuren dazu, zu oxidieren, und schädlich statt positiv zu wirken. Eine allgemein schlechte Ernährung und die daraus resultierenden körperlichen Folgen wie zum Beispiel Insulinresistenz lassen sich durch die Aufnahmen von zusätzlichen Omega-3-Fettsäuren nicht ausgleichen. Im Gegenteil, in diesen Fällen wirken sich Omega-3-Fettsäuren sogar eindeutig negativ aus.

Das heißt: Omega-3-Fettsäuren können ihre positive Wirkung nur in einer gesunden Umgebung entfalten. Und ob sie dies tatsächlich tun, ist kaum bis gar nicht kontrollierbar.

 

Daher ist die beste Lösung: Reduziere die Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren.

 

Das empfohlene Verhältnis von Omega-6:3 liegt zwischen 4:1 und 6:1.

Omega-6-Fettsäuren kommen vor allem in hochverarbeiteten Lebensmitteln wie Fertiggerichten sowie in frittierten Speisen vor.

Sonnenblumenöl, Erdnussöl, Maiskeimöl, Traubenkernöl und Walnussöl enthalten einen besonders hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Leinöl und Rapsöl sind hingegen reich an Omega-3-Fettsäuren (ALA). Olivenöl enthält wiederum einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren.

Eine ausgeglichenes Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren hilft nicht nur, Deine Akne zu lindern, sondern trägt auch zu

  • einer besseren Stimmung,
  • einer erhöhten Leistungsfähigkeit des Gehirns,
  • mehr Energie,
  • einem niedrigeren Cholesterinlevel,
  • kräftigeren Haaren,
  • Fettabbau sowie
  • erhöhter Fruchtbarkeit bei Männern bei.

Gamma-Linolensäure als Alternative zu Omega-3-Fettsäuren

Gamma-Linolensäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren und kommt vor allem in Borretschöl, Nachtkerzenöl sowie Hanföl vor.

Im Körper wird aus ihr Dihomogammalinolensäure (DGLA) und in weiterer Folge bei hohem Insulinspiegel proentzündliche Arachidonsäure sowie bei niedrigem Insulinsspiegel entzündungshemmendes Prostaglandin PGE1 gebildet.

Eine koreanische Studie kam zu dem Schluss, dass Gamma-Linolensäure unter den entsprechenden Bedingungen ebenso entzündungshemmend und damit positiv auf Akne wirkt wie Omega-3-Fettsäuren.

Außerdem: Gamma-Linolensäure ist ein erwiesener 5-Alpha-Reduktase-Hemmer. 5-Alpha-Reduktase ist jenes Enzym, das das männliche Sexualhormon Testosteron in DHT – Dihydrotestosteron – umwandelt. DHT ist einer der Hauptauslöser einer erhöhten Talgproduktion und somit einer der grundlegenden Auslöser von Akne.

All das macht Gamma-Linolensäure zu einem echten Geheimtipp für schöne Haut.

Eine gesunde Ernährung ist das A und O im Kampf gegen Akne

Um das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und somit auch Deine Akne positiv zu beeinflussen, musst Du gar nicht zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Fischölkapseln greifen, sondern solltest einfach die Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren reduzieren. Dies ist langfristig der gesündeste Weg, um das Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren-Verhältnis gegen Akne zu nutzen.

Verzichte in Zukunft am besten auf hochverarbeitete Lebensmittel. Fertiggerichte und Frittiertes solltest Du von Deinem Speiseplan streichen. Auch von bestimmten Pflanzenölen wie Maiskeimöl und Sonnenblumenöl, die einen hohen Omega-6-Anteil haben, solltest Du lieber die Finger lassen.

Greife stattdessen lieber zu frisch und schonend zubereiteten Speisen. Viel frisches Gemüse und Obst, ab und zu ein Stück Lachs und Lein- oder Rapsöl sind die Zutaten für einen gesunden Speiseplan mit einem ausgeglichenen Omega-3:6-Verhältnis.

Hierbei solltest Du jedoch auch auf die Zubereitung achten und Deinen Lachs zum Beispiel nicht in Ölen anbraten, die einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten. Diese wandeln sich dabei nämlich in ungesunde Transfette um. Olivenöl enthält wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ist jedoch reich an einfach ungesättigten und daher unter anderem optimal zum Anbraten Deines Lachses geeignet.

So kannst Du nicht nur Deine Akne verbessern, sondern allgemein Deiner Gesundheit etwas Gutes tun.

 

Erwähnte Studien & Bildquellen (bitte klicken):
Reine Haut Vitamine
Kostenlos: 10 unnötige Akne-Alltagsfehler

Lade jetzt Dein kostenloses Willkommenspaket herunter mit zwei der beliebtesten ReineHaut24 eBooks.

Jetzt kostenlos downloaden!

von Ulrike

Ulrike weiß, was es heißt, unter unreiner Haut zu leiden. Was für sie anfangs eine notgedrungene Auseinandersetzung mit dem Thema unreine Haut war, hat sich inzwischen zu einer echten Passion entwickelt.Ob wissenschaftliche Studien, Ernährungstipps oder eine vielversprechende neue Creme, vor ihr ist nichts sicher, was mit dem Thema unreine Haut zu tun hat. Ihre Erkenntnisse möchte Sie hier mit Euch teilen und euch so dabei helfen, endlich wieder schöne Haut zu bekommen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *