So wirst Du Pickel am Oberarm in 6 einfachen Schritten los

Was tun gegen Pickel am Oberarm? Finde es hier heraus!

Sommer, Urlaub, Sonnenschein –  in der warmen Jahreszeit ist es im Freien am schönsten. Bei den hohen Temperaturen ist auch ganz klar, dass die Kleidung knapper wird. Genau hier hört für viele der Spaß jedoch auf und die unbeschwerteste Zeit des Jahres wird zur unangenehmsten. Der Grund: Pickel am Oberarm.

Wenn auch Du lieber zu Shirts mit langen Ärmeln anstatt zu knappen Tops greifst, weil Du die Haut an Deinen Oberarmen verstecken willst, solltest Du den folgenden Artikel genau durchlesen. Hier erfährst Du nämlich alles, was Du über Pickel am Oberarm wissen musst und auch, wie Du diese effektiv bekämpfen kannst. So wird der Sommer ganz sicher zum Vergnügen.

Pickel am Oberarm treten oft schon früh auf

Viele Menschen, die unter Pickel am Oberarm leiden, klagen schon seit ihrer Kindheit über diese. Für sie ist es daher oft normal, dass ihre Haut an den Oberarmen rau und voller Knötchen ist. Leider ist es für viele ebenso normal, dass sie ihre Oberarme immer unter Kleidung verstecken. Das ist besonders in der warmen Jahreszeit nicht nur lästig, sondern schränkt auch oft die Lebensqualität ein. Falls auch Du zu diesen Menschen gehörst, können wir Dir sagen: Das muss nicht sein! Es gibt nämlich effektive Wege, um die Haut an Deinen Oberarmen glatt und geschmeidig werden zu lassen. Doch zuerst wollen wir der Sache auf den Grund gehen und einmal klären, um welches Problem es sich bei Pickel am Oberarm genau handelt.

Pickel am Oberarm haben mit nicht immer mit Akne zu tun

Nicht alle Pickel sind gleich Akne – dies gilt auch für Pickel am Oberarm. Diese unterscheiden sich nämlich oft auf viele Arten von klassischer Akne. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig für uns, da wir nur so effektiv gegen Pickel am Oberarm vorgehen können.

Der medizinische Fachbegriff für Pickel am Oberarm lautet Keratosis Pilaris, im Volksmund auch Reibeisenhaut genannt. Und wirklich, wenn Du mit der Hand über die Oberfläche der betroffenen Haustellen fährst, wirst Du merken, dass es dieser Name ganz gut trifft. Rau, uneben und kratzig – die vielen Knötchen fühlen sich tatsächlich ein wenig wie ein Reibeisen an. Siehst Du genauer hin, wirst Du auch die Unterschiede zu Akne erkennen. So findest Du viel eher eine Vielzahl kleiner Knötchen anstatt richtiger Eiterpickel. Diese ergeben das typische Erscheinungsbild von Reibeisenhaut, die übrigens nicht nur an den Oberarmen, sondern an allen möglichen Körperstellen auftreten kann.

Im Gegensatz zu Akne kommt es bei Reibeisenhaut in der Regel nicht zur Entstehung entzündeter Pickel, sondern vielmehr zu verstopften Poren – den typischen harten Knötchen. Anders als „richtige“ Pickel schmerzen diese normalerweise auch nicht.

Grundsätzlich kann Reibeisenhaut zahlreiche verschiedene Erscheinungsbilder annehmen. Diese reichen von kleinen unscheinbaren Knötchen über typische Whiteheads – geschlossene und daher weiße Mitesser – bis hin zu Pickel ähnlichen roten Erhebungen. Manchmal sind die Knötchen auch kaum sichtbar, sondern nur fühlbar. Diese große Varietät macht es manchmal sehr schwer, Keratosis Pilaris als solche zu diagnostizieren. Wir können Dir daher nur raten, auf jeden Fall einen Hautarzt aufzusuchen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Keratosis Pilaris wird jedoch nicht nur regelmäßig mit Akne verwechselt, sondern auch mit zahlreichen anderen Hautproblemen. Viele Betroffene wissen oft gar nicht, worunter sie in Wirklichkeit leiden. Sie führen die Knötchen zum Beispiel auf nach der Rasur eingewachsene Haare zurück. Das ist besonders oft der Fall, wenn Reibeisenhaut an den Beinen auftritt. Auch Allergien sowie ein falsche Belastung der betroffenen Haustellen werden oft als Ursache der lästigen Knötchen in Betracht gezogen. Dabei liegt diese in Wirklichkeit jedoch ganz wo anders.

Die Ursachen von Keratosis Pilaris

Im Grunde handelt es sich bei Reibeisenhaut um eine Verhornungsstörung. Es werden zu viele Hautzellen produziert, die dann in weiterer Folge den Haarfollikel verschließen, woraufhin Talg nicht abfließen kann und den Follikel verstopft. So entstehen die kleinen Knötchen, die typischerweise auch nur an behaarten Körperstellen auftreten. Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass die Pickelchen nur an der Außenseite der Oberarme, nicht jedoch an der Innenseite zu finden sind. Dies liegt daran, dass die Außenseite wesentlich stärker behaart ist als die Innenseite.

Bislang weiß niemand, warum es zum Auftreten von Keratosis Pilaris kommt. Klar ist nur, dass rund 40 Prozent aller Menschen davon betroffen sind und erbliche Veranlagung eine große Rolle spielt. Leider gibt es bislang auch noch kein Heilmittel für Reibeisenhaut, nicht zuletzt, da die Gründe für ihr Auftreten noch weitestgehend im Dunklen liegen. Das heißt jedoch nicht, dass Du nichts gegen die kleinen Knötchen tun könntest! Ganz im Gegenteil: Es gibt zahlreiche wirksame Methoden, wie Du Reibeisenhaut deutlich verbessern kannst.

Diese 6 effektiven Methoden helfen Dir, Reibeisenhaut loszuwerden

Wie stark die Reibeisenhaut an Deinen Oberarmen ausgeprägt ist, hängt nicht zuletzt davon ab, wie Du Deine Haut pflegst. Gerade über Deine Hautpflege hast Du die Möglichkeit, positiv auf den Zustand Deiner Haut einzuwirken und deren Erscheinungsbild wesentlich zu verbessern. Wir haben daher für Dich die 6 effektivsten Tipps gegen Pickel am Oberarm gesammelt.

Tipp #1: Vermeide alles, was Deine Haut austrocknen könnte

Feuchtigkeit ist der größte Feind von Reibeisenhaut. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Du ständig darauf achtest, Deine Haut nicht auszutrocknen, sondern Ihr viel Feuchtigkeit von außen zuzuführen. Wird Deine Haut trockener, wird nämlich auch die Verhornungsstörung schlimmer.

Viele Betroffene klagen darüber, dass sich ihre Reibeisenhaut im Winter verschlimmert. Die Gründe hierfür: Kälte sowie trockene Heizungsluft. Daher solltest Du Deiner Haut besonders während der kalten Jahreszeit eine Extraportion Feuchtigkeit zuführen.

Unser Extratipp: Lufbefeuchter wirken trockener Heizungsluft effektiv entgegen und haben sich in vielen Fällen bewährt.

Unter der Dusche solltest du keinesfalls zu Seife oder seifenhaltigen Produkten greifen, da diese Deine Haut noch zusätzlich austrocknen. Stattdessen solltest Du unbedingt darauf achten, ausschließlich rückfettende Produkte zur Reinigung zu benutzen. Besonders toll und empfehlenswert sind Duschöle.

Tipp #2: Sei nicht grob zu Deiner Haut

Du solltest nicht nur alles vermeiden, was Deine Haut austrocknet, sondern auch alles, was Sie reizt. Das gilt für Reinigungs- und Pflegeprodukte ebenso wie für den Umgang mit Deiner Haut. Kratzen, Rubbeln, übermäßiges Peelen und aggressive Inhaltsstoffe wie Alkohol sind absolut tabu, denn sie verschlimmern die Verhornungsstörungen nur noch.

Stattdessen solltest Du möglichst sanft zu Deiner Haut sein und sie mit sprichwörtlichen Samthandschuhen anfassen. Reinige Deine Haut mit einem milden, rückfettenden Mittel und tupfe sie anschließend sachte trocken. Im Anschluss creme sie mit sanften Bewegungen ein.

Versuche auch, Kleidung aus allzu groben Materialien und solchen, die die Haut reizen können, zu vermeiden. Auch das kann Dir helfen, Deine Reibeisenhaut zu verbessern.

Tipp #3: Drücke keinesfalls an den Knötchen herum

Finger weg von den Knötchen! An den Knötchen am Oberarm herumzudrücken, geht selten gut, sondern macht in der Regel alles nur noch viel schlimmer. Durch das Herumdrücken entstehen im Handumdrehen Verletzungen, die wiederum dazu führen, dass sich die Knötchen entzünden. Das sieht nicht nur noch viel schlimmer aus als vorher, sondern sorgt oft auch für die Entstehung von Narben. Auch, wenn es noch so schwer fällt: Kein Herumdrücken an den Knötchen!

Tipp #4: Peele Deine Haut regelmäßig

Obwohl Du zu Deiner Haut möglichst sanft sein solltest, können regelmäßige Peelings wahre Wunder bewirken. Sie helfen nämlich, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen, sodass sich die Haarfollikel wieder öffnen, der Talg abfließen kann und die Knötchen zurückgehen bzw. keine neuen Knötchen entstehen.

Besonders praktisch für das Peeling unter der Dusche sind Lufa-Schwämme. Diese Naturschwämme entfernen sanft abgestorbene Hautschüppchen und Du kannst Sie praktischerweise mit Deinem Duschgel oder -öl verwenden. Achte bei der Anwendung jedoch darauf, nicht zu viel Druck auszuüben und nicht zu lange zu schrubben.

Meersalzpeelings sind ebenfalls sehr empfehlenswert bei Reibeisenhaut.

Meersalz findest Du für kleines Geld in jeder Drogerie und Du kannst es ganz nach Belieben pur oder mit einem Öl gemischt anwenden. Mische Meersalz mit einem Körperöl Deiner Wahl und massiere diese Mischung sanft in die Haut Deiner Oberarme ein. Auf diese Weise entfernst Du effektiv abgestorbene Hautschüppchen und pflegst Deine Haut dabei noch.

Tipp #5: Mache chemische Peelings

Neben mechanischen Peelings mit Lufa-Schwamm oder Meersalz haben sich bei Reibeisenhaut vor allem auch chemische Peelings bewährt.

Hier hast Du die Wahl zwischen verschiedenen Wirkstoffen:

  • Alpha-Hydroxy-Säuren (AHAs)
  • Beta-Hydroxy-Säuren (BHAs)

Am besten setzt Du auf eine Kombination aus beiden Säuren, oft bringt jedoch bereits die Anwendung von AHAs alleine sichtbare Erfolge.

AHAs – wie etwa Milchsäure – entfernen abgestorbene Hautschüppchen und helfen der Haut, Feuchtigkeit besser zu speichern. Sie sorgen auf diese Weise für glatte Haut. BHAs sind hingegen dazu in der Lage, in Poren einzudringen und dort Ablagerungen und Verstopfungen zu beseitigen.

Beide Säuren benötigen jedoch den richtigen pH-Wert, um zu wirken. Dieser sollte unbedingt unter 4 liegen, damit die beiden Säuren ihre volle Wirkung entfalten können. Nach dem Duschen solltest Du außerdem etwa 15 Minuten warten, bevor Du Produkte mit AHAs oder BHAs verwendest, damit sich der pH-Wert Deiner Haut wieder einpendeln kann.

Darüber hinaus ist es ebenfalls heraus wichtig, dass Du Deine Haut immer mit Sonnencreme schützt, bevor Du in die Sonne gehst, da beide Säuren die Haut stark lichtempfindlich machen.

Tipp #6: Benutze Cremes mit Urea

Nach dem Duschen solltest Du Deine Haut auf jeden Fall immer großzügig eincremen, um sie so intensiv mit dringend benötigter Feuchtigkeit zu versorgen. Besonders empfehlenswert hierfür sind Cremes und Lotionen mit Urea (Harnstoff). Dieser Inhaltsstoff spendet Deiner Haut besonders viel Feuchtigkeit und hilft, diese zu binden. Body Lotions mit einem Urea-Anteil zwischen 8 und 10 Prozent und darüber sind ideal bei Reibeisenhaut, denn sie machen diese wieder geschmeidig, nachdem abgestorbene Hautschüppchen zuvor mit einem Peeling entfernt worden sind. Trage die Creme abends besonders dick auf, sodass sie über Nacht intensiv einwirken können.

Sag Tschüs zu Pickel am Oberarm

Pickel am Oberarm – Reibeisenhaut oder Keratosis Pilaris – sind ein weit verbreitetes Hautproblem, unter dem rund 40 Prozent der Bevölkerung leidet. Die genauen Ursachen sind bislang noch unklar, eine genetische Veranlagung spielt jedoch ganz bestimmt eine entscheidende Rolle.

Da die Ursache von Reibeisenhaut nicht bekämpft werden kann, kannst Du nur deren Erscheinungsbild verändern. Hierzu hast Du jedoch zahlreiche effektive Möglichkeiten, die oft schon nach relativ kurzer Zeit sichtbare Erfolge bringen.

Dabei sind vor allem folgende Schritte wichtig:

  • Sei sanft zu Deiner Haut (sanfte Reinigung mit Duschölen, kein Kratzen, Drücken und Rubbeln)
  • Entferne abgestorbene Hautschüppchen (Peelings mit Lufa-Schwamm oder Meersalz, chemische Peelings mit AHA und BHA)
  • Versorge Deine Haut intensiv mit Feuchtigkeit (keine Seifen und Produkte mit reizenden, austrocknenden Inhaltsstoffen, stattdessn Cremes und Lotionen mit Urea)

Wenn Du Dich an diesen Fahrplan hältst, kannst Du eine sichtbare Verbesserung Deiner Reibeisenhaut erzielen und Dich schon bald über glatte und geschmeidige Haut an Deinen Oberarmen freuen.

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