Warum Du unbedingt Zinktabletten gegen Pickel einnehmen solltest

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Die richtige Hautpflege mit den passenden Cremes und Reinigungsprodukten ist ein wichtiger Eckpfeiler im Kampf gegen Akne. Alleine von außen kannst Du Pickel und Mitesser jedoch nicht besiegen. Da die Ursachen von Akne so gut wie immer im Inneren des Körpers liegen, musst Du Akne auch von dort aus bekämpfen.

Neben einem gesunden Lebensstil mit einer vollwertigen Ernährung und ausreichend Sport spielen dabei vor allem Vitamine und Mineralien eine ausschlaggebende Rolle. Und von diesen hat sich Zink ganz besonders als Pickel-Killer bewährt. Im folgenden Artikel erfährst Du alles, was Du über Zinktabletten gegen Pickel wissen musst.

Erstaunlich, wie Zinktabletten gegen Pickel helfen

Zinksalbe ist eines der bekanntesten Mittel gegen Pickel. Über Nacht auf den lästigen Quälgeist aufgetragen ist er am nächsten Morgen schon meistens deutlich kleiner und weniger gerötet.

Zink kann aber noch viel mehr!

Vor allem von innen kann Zink Dir effektiv und nachhaltig gegen Akne helfen.

Wenn Du gegen Akne vorgehst, solltest Du das immer ganzheitlich machen und niemals nur die Symptome bekämpfen.

Und letztendlich sind Mitesser und entzündete Pickel in den meisten Fällen nichts Anderes als die Symptome

  • einer irgendwo im Körper gelagerten Entzündung
  • einem aus dem Gleichgewicht geratenen Testosteron-/Hormonhaushaltes
  • einer angeborenen Überempfindlichkeit auf das männliche Sexualhormon Testosteron bzw. eines seiner Abbauprodukte
  • einem Mangel an wichtigen Antioxidantien

Besonders interessant ist der letzte Punkt.
So hat eine Studie gezeigt, dass Aknepatienten

  • 20 bis 31% weniger Vitamin A
  • 10 bis 46% weniger Vitamin E
  • 40% weniger Vitamin C
  • 64% weniger Beta-Carotin

in ihrem Blut haben als gesunde Menschen.

Darüber hinaus ließen sich in Studien an Aknebetroffenen auch niedrigere Zink-Level feststellen. All diese Vitamine und das Spurenelement Zink sind potente Antioxidantien, die Entzündungen effektiv bekämpfen. Und gerade diese sind oft eine Ursache von Akne. Aknepatienten leiden oft unter systemischen Entzündungen und gleichzeitig einem Mangel an Antioxidantien, die diese bekämpfen würden. Da ist es nur logisch, dass Du diese von außen zuführen solltest!

Zink zählt zu den am besten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln gegen Akne. Vor allem in den 70er- und 80er-Jahren wurden zahlreiche Studien mit Zink durchgeführt, die durchwegs zu erstaunlich positiven Ergebnissen gekommen sind.

So konnte etwa im Rahmen einer indischen Studie aus dem Jahr 2010 eine deutliche Verbesserung von Acne vulgaris durch die Einnahme von Nahrungsergänzungmitteln mit Zink und Antioxidantien bewiesen werden. Von 48 Teilnehmern zeigten 38 nach zwölfwöchiger Einahme eine um 80 bis 100-prozentige Verbesserung ihres Hautzustandes.

Zink kann aber noch mehr. Einige Studien fanden heraus, dass Zink ähnlich wie Antibiotika gegen Akne wirkt.

Eine andere Studie aus dem Jahr 2008 hat gezeigt, dass Zink mit einem Isotretinoin ähnlichen Wirkmechanismus Hautzellen daran hindert, zu verkleben, und auf diese Weise Poren zu verstopfen.

Gerade Antibiotika und Isotretinoin sind für ihre zahlreichen und zum Teil schweren Nebenwirkungen wie Resistenzen und Augenentzündungen bekannt. Aus diesem Grund ist Zink als nebenwirkungslose Alternative besonders interessant.

Darüber hinaus konnte in Studien auch festgestellt werden, dass Zink einen Insulin ähnlichen Effekt hat und so zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen kann. Auf diese Weise wirkt es ebenfalls gegen Akne. Warum, kannst Du hier nachlesen.

Zink

  • unterstützt den Transport von Vitamin A, einem wichtigen Anti-Akne-Vitamin
  • wirkt regulierend auf den Hormonhaushalt
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Zellerneuerung
  • sorgt für ein starkes Immunsystem der Haut und schützt diese so vor P. acnes Bakterien
  • verringert die Talgproduktion, indem es die Umwandlung von Testosteron in DHT hemmt
  • reguliert den Blutzuckerspiegel
  • wirkt ähnlich wie Isotretinoin gegen verstopfte Poren
  • hat eine regulierende Wirkung auf den Vitamin A-Haushalt
  • hat in Studien eine ähnliche Wirkung gegen Akne gezeigt wie Antibiotika

Worauf wartest Du also noch? Zink sollte ab sofort ein fester Bestandteil Deines Anti-Akne-Plans sein!

So lieferst Du Deinem Körper wertvolles Zink

Zink ist ein Spurenelement, das natürlicherweise in grünem Gemüse, Samen sowie in Pilzen, Spinat, Spargel, Brokkoli, Kürbiskernen, Leber, Austern, Lamm und Rindfleisch vorkommt.

In vielen Fällen reicht die Versorgung mit Zink über die Nahrung alleine jedoch nicht aus. Gerade Aknepatienten, die ohnehin oft einen niedrigeren Zinklevel in ihrem Blut haben als gesunde Menschen, können ihrem Körper über ihren Speiseplan oft nicht die nötige Dosis zuführen. Hier sind Nahrungsergänzungsmittel wie Zinktabletten oft die bessere Wahl.

Zinktabletten garantieren Dir nämlich, dass Du einerseits hochwertiges Zink zu Dir nimmst und andererseits genau die richtige Dosierung. Das heißt jedoch nicht, dass Du Deinen Speiseplan vernachlässigen kannst. Eine gesunde Ernährung sollte immer die Basis im Kampf gegen Akne darstellen.

Es gibt zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel mit Zink sowie reine Zinkpräparate auf dem Markt. Besonders empfehlenswert bei Akne ist ein Reine-Haut-Vitamin, das neben Zink – in einer besonders wirksamen Zinkverbindung – auch andere wichtige Anti-Akne-Vitamine und -Mineralien enthält. So versorgt Dich dieses Präparat rundum mit allen Vitaminen und Mineralstoffen, die im Kampf gegen Akne unerlässlich sind – und das noch dazu in der exakt richtigen Dosierung. Einfacher kannst Du einen so wichtigen Schritt gegen Deine Akne nicht setzen.

5 Einnahmetipps für Zinktabletten

Ob als Kur oder dauerhaft eingenommen, Zinktabletten haben ein enormes Wirkungspotenzial gegen Akne. Dieses kannst Du optimal ausnutzen, wenn Du unsere folgenden Einnahmetipps berücksichtigst.

1. Die richtige Dosierung

Die richtige Dosierung ist einer der wichtigsten Gründe, die für eine Supplementierung mit Zink sprechen. Alleine über die Nahrung ist es nämlich nur sehr schwierig bis gar nicht möglich, Deinem Körper die bei Akne wirksame Dosierung zuzuführen. Anders sieht es da mit Zinktabletten aus.

Grundsätzlich werden bei Akne mindestens 10 mg, besser aber 15 bis 30 mg Zink pro Tag empfohlen. Hierbei spielt auch die jeweilige Zinkverbindung eine ausschlaggebende Rolle, denn nicht jede Zinkverbindung enthält die gleiche Menge an reinem Zink.

2. Die richtige Zinkverbindung

Wie im vorigen Punkt bereits angedeutet, gilt: Zink ist nicht gleich Zink – je nach Zinkverbindung unterscheidet sich nämlich der Zinkgehalt – und das zum Teil erheblich.

Daher ist es besonders wichtig, dass Du bei der Wahl Deines Zinkpräparates genau darauf achtest, welche Zinkverbindung in diesem enthalten ist. Grundsätzlich enthalten günstigere Produkte eher Zinkverbindungen mit einem geringen Gehalt an reinem Zink und niedriger Bioverfügbarkeit. Dies ist besonders bei Zinkoxid, einer häufig zu findenden Zinkverbindung, der Fall. Lass Dich also von den Zinkangaben auf der Verpackung nicht täuschen, sondern achte insbesondere darauf, um welche Zinkverbindung es sich handelt.

Hier siehst Du, wie viel Prozent reines Zink die jeweiligen Zinkverbindungen enthalten:

  • Zink DL-aspartat, wasserfrei 19,8
  • Zink-D-gluconat, wasserfrei 14,3
  • Zink-D-gluconat 3H2O 12,8
  • Zinkorotat, wasserfrei 18,6
  • Zinkorotat 2H2O 16,9
  • Zinkhistidinat, wasserfrei 17,5
  • Zinkhistidinat 2H2O 16,0
  • Zinksulfat 1H2O 36,4
  • Zinksulfat 7H2O 22,7
  • Zinkpicolinat, wasserfrei 21,1
  • Zinkcitrat 30,0

Wie Du an dieser Aufzählung erkennen kannst, sind Zinkpicolinat, Zinkcitrat und Zinksulfat besonders reich an reinem Zink.

Zinkpicolinat hat eine besonders hohe Bioverfügbarkeit, das heißt, es wird vom Körper besonders gut aufgenommen und verwertet. Daher ist es eine besonders empfehlenswerte Zinkverbindung.

3. Der richtige Einnahmezeitpunkt

Zinktabletten wirken unterschiedlich gut, je nachdem, wann Du sie einnimmst. Die optimale Wirkung erzielst Du, wenn Du Zinktabletten auf nüchternen Magen einnimmst und etwas wartest, bevor Du eine Mahlzeit zu Dir nimmst.

Darüber hinaus, beeinflusst auch, was Du isst, die Zinkaufnahme. So können phytinhaltige Lebensmittel wie Vollkornbrot die Aufnahme von Zink hemmen. Kupfer und Zink solltest Du ebenfalls mit einem gewissen zeitlichen Abstand einnehmen, denn Zink kann die Aufnahme von Kupfer behindern.

Keine Sorgen musst Du Dir hingegen bei der gleichzeitigen Einnahme von Eisenpräparaten machen: Zwar gibt es ältere Studien, die festgestellt haben, dass die gleichzeitige Gabe von Eisen und Zink dazu führt, dass Zink vom Körper schlechter aufgenommen wird, neuere Studien haben unter deutlich lebensnäheren Bedingungen inzwischen jedoch eindeutig widerlegt, dass Eisen die Aufnahme von Zink hemmt.

4. Die gleichzeitige Einnahme mit Medikamenten

Die gleichzeitige Einnahme von Zinktabletten kann die Aufnahme und somit Wirkung bestimmter Medikamente abschwächen. Folgende Medikamente solltest Du daher immer in einem gewissen zeitlichen Abstand zu Zink einnehmen:

  • Tetracycline (ein Antibiotikum)
  • Penicillamin (ein Medikament zur Behandlung
    rheumatischer Arthritis)
  • Ofloxacin und anderen Chinolonen (z.B.
    Norfloxacin, Ciprofloxacin)

Grundsätzlich wird ein Abstand von etwa zwei Stunden zwischen der Einnahme von Zinktabletten und den genannten Medikamenten empfohlen. Wenn Du diesen einhältst, gehst Du auf Nummer sicher.

5. Die richtige „Begleitung“

Ebenso, wie es Stoffe gibt, die die Aufnahme von Zink hemmen, gibt es auch Stoffe, die die Aufnahme verbessern. Dazu zählen vor allem folgende Aminosäuren:

  • Methionin
  • Cystein
  • Histidin

Besonders Histidin hat einen in wissenschaftlichen Studien eindeutig nachgewiesenen, positiven Effekt auf die Zinkresorption im Darm. Durch eine gleichzeitige Einnahme von Zink und Histidin kannst Du daher die Aufnahme von Zink verbessern.

Reich an Histidin sind zum Beispiel Hähnchenbrust, Rindfleisch, getrocknete Sojabohnen, roher Lachs und Weizenkeime. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch Histidinpräparate, die Dir diese lebenswichtige essenzielle Aminosäure in konzentrierter Form liefern. Besonders praktisch: Manchmal finden sich sowohl Zink als auch Histidin als Bestandteile eines Nahrungsergänzungsmittels.

Zinktabletten gegen Pickel – mit unseren Tipps bist Du auf der sicheren Seite

Zink ist eine wichtige Waffe im Kampf gegen Pickel, die wir Dir als festen Bestandteil Deines Anti-Pickel-Plans nur wärmstens ans Herz legen können. Dabei solltest Du jedoch unbedingt unsere Einnahmetipps befolgen, denn diese sorgen für die optimale Wirkung und bewahren Dich gleichzeitig vor Wechselwirkungen mit anderen Stoffen.

In vielen Fällen zeigt sich schon einige Tage nach dem Beginn der Einnahme eine deutliche Verbesserung der Haut. Zusätzlich dazu unterstützt Zink auch Dein Immunsystem, und trägt somit einen wichtigen Teil zum Erhalt der allgemeinen Gesundheit bei.

Worauf wartest Du also noch? Leg am besten heute noch mit einer Zinkkur los!

Erwähnte Studien & Bildquelle (bitte klicken):

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