Warum Dir Kurkuma gegen unreine Haut helfen kann

Kurkuma gegen Akne 1

Kurkuma ist zur Zeit nicht nur sprichwörtlich in aller Munde. Das knallgelbe Pulver ist das Trendgewürz der Stunde und wird nicht nur für zahlreiche Gerichte verwendet, sondern auch für Getränke wie zum Beispiel den hippen Kurkuma Latte. Dabei ist es nicht nur der Geschmack von Kurkuma, der so begeistert. Auch die gesundheitsfördernde Wirkung, die diesem Gewürz nachgesagt wird, hat viel zu seiner enormen Popularität beigetragen. Aber was ist wirklich dran an dieser und hilft Kurkuma vielleicht sogar gegen Akne? Wir sind diesen Fragen für Dich auf den Grund gegangen und haben die Antworten darauf in diesem Artikel.

Kurkuma – das gelbe Wundergewürz aus Fernost

Bevor wir uns direkt in das Thema Kurkuma gegen Akne stürzen, wollen wir uns das beliebte gelbe Gewürz und seine tollen Eigenschaften näher ansehen. Schließlich solltest Du so viel wie möglich über Kurkuma wissen, bevor Du es gegen Akne einsetzt.

Das Gewürz Kurkuma ist hierzulande vor allem als gelbes Pulver bekannt. Dieses wird aus aus einer Ingwer ähnlichen, gelben Wurzel gewonnen. Daher ist auch die Bezeichnung Gelbwurz für dieses aus Fernost stammende Gewürz gebräuchlich.

Die intensiv gelbe Farbe ist wohl das Erste, was bei Kurkuma ins Auge sticht. Für diese ist der natürlicherweise in der Wurzel vorkommende Farbstoff Curcumin verantwortlich. In der Lebensmittelindustrie wird dieser unter der Bezeichnung E 100 auch zum Färben von Lebensmitteln eingesetzt.

Kurkuma ist auch Hauptbestandteil von Curry und auch in diesem Gewürz für die gelbe Farbe verantwortlich. Aus diesem Grund solltest Du beim Kochen mit Kurkuma auch immer besonders gut auf Deine Kleidung aufpassen und am besten eine Schürze tragen. Curcumin färbt nämlich auch Deine Shirts und Hosen im Handumdrehen gelb.

Gerade in jüngster Vergangenheit hat sich ein regelrechter Hype um Kurkuma entwickelt. Als Gewürz wird es längst nicht mehr nur aus der asiatischen Küche stammenden Speisen beigemengt, sondern so gut wie überall hinzugefügt.

Das liegt einerseits an der tollen Geschmacksnote des gelben Pulvers, andererseits aber auch der stark gesundheitsfördernden Wirkung, die ihm nachgesagt wird. So soll der in Kurkuma enthaltene Farbstoff Curcumin nicht nur für eine gesunde Verdauung sorgen, sondern darüber hinaus auch zahlreichen Erkrankungen wie Alzheimer, Arthrose und sogar Krebs vorbeugen. Klingt super, oder? Aber der Reihe nach.

So verblüffend wirkt Curcumin

Curcumin wird in der indischen Heilkunst Ayurveda bereits seit vielen tausenden von Jahren als Heilmittel eingesetzt. Inzwischen hat sich auch die westliche Wissenschaft mit den heilenden Eigenschaften von Curcumin auseinandergesetzt und diese in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht. Und dabei ist Erstaunliches zu Tage getreten.

Grundsätzlich besitzt das in Kurkuma enthaltene Curcumin eine vielfältige positive Wirkung auf die Gesundheit.

Curcumin

  • wirkt antioxidativ
  • stärkt das Immunsystem
  • wirkt sich positiv auf Magen und Darm aus
  • unterstützt die Gehirnfunktion
  • fördert die Durchblutung
  • wirkt antientzündlich

Diese Wirkungen konnten in zahlreichen klinischen Studien belegt werden. ABER: Diese Studien wurden ausschließlich In-vitro – also im Reagenzglas und nicht am Menschen – durchgeführt. Wie Curcumin nun tatsächlich auf den menschlichen Organismus wirkt, kann daher nur vermutet werden. Das Gesamtbild ist dabei aber ein überaus positives und lässt Gutes hoffen.

Eine der wenigen an Menschen durchgeführten Studien beweist ebenfalls eine positive Wirkung von Curcumin auf Psoriasis. In dieser konnte ein eindeutiger keratolytischer – also Hornzellen lösender – Effekt von Curcumin nachgewiesen werden. Und da sich nicht ablösende Hornzellen, die die Poren verstopfen, eine Hauptursache von Mitessern und in weiterer Folge auch von Pickeln sind, lässt das Ergebnis dieser Studie den Schluss zu, dass Curcumin auch bei Akne hilfreich sein könnte.

Bevor Du jetzt aber allzu euphorisch wirst, haben wir leider auch noch eine schlechte Nachricht für Dich: In einer anderen Studie hat sich überhaupt kein Effekt von Curcumin auf Psoriasis gezeigt. Ob Curcumin einen positiven Effekt auf Deine Haut hat oder nicht, lässt sich daher nur durch Ausprobieren herausfinden. Bevor Du loslegst, solltest Du jedoch weitere Punkte berücksichtigen.

Darüber hinaus gibt es noch ein weiteres Problem mit Curcumin:
Curcumin hat eine sehr geringe orale Bioverfügbarkeit und ist sehr schlecht wasserlöslich. Das heißt, dass Dein Körper das wertvolle gesundheitsfördernde Curcumin kaum aufnehmen kann, auch wenn du noch so viel Kurkuma in Dein Wok-Gemüse gibst – außer Du beachtest zwei wichtige Punkte:

  1. Beim Kochen solltest Du Kurkuma zuerst in Öl erhitzen oder auflösen, denn so kannst Du die Bioverfügbarkeit bereits deutlich erhöhen.
  2. In Nahrungsergänzungsmitteln ist Curcumin hingegen häufig mit anderen Stoffen kombiniert. Oft handelt es sich dabei um den Schwarzer-Pfeffer-Extrakt Piperin, der die Bioverfügbarkeit von Curcumin um das 20-fache erhöht. Einen ähnlichen Effekt erzielst Du, wenn Du Gerichte nicht nur mit Kurkuma, sondern gleichzeitig auch immer mit etwas schwarzem Pfeffer würzt.

Kurkuma gegen Akne – die ganze Wahrheit

Da es sich bei Kurkuma ja um eine regelrechte Wunderwurzel zu handeln scheint, verwundert es nicht weiter, dass es Stimmen gibt, die behaupten, dass sie gegen unreine Haut und Akne helfen könne – und zwar sowohl äußerlich als auch innerlich. Und betrachten wir die erwiesenen gesundheitsfördernden Eigenschaften von Curcumin, ist dieser Schluss auch durchaus naheliegend.

So hilft Kurkuma von außen gegen Akne

Laut In-vitro-Studien wirkt Curcumin

  • antientzündlich
  • anti-fungal
  • antibakteriell

Somit kann Curcumin Akne gleich an zwei Seiten bekämpfen und sowohl gegen Entzündungen als auch gegen Bakterien helfen. Eine Studie kam dabei sogar zu dem Ergebnis, dass Curcumin 36-mal stärker gegen P. Acnes Bakterien wirkt als Azelain-Säure.

Und so hilft Curcuma von innen gegen Akne

Die Hauptursachen von Akne liegen immer irgendwo im Inneren des Körpers, auch wenn sich die Symptome an der Haut zeigen. Daher ist es bei einer zielführenden und wirklich effektiven Akne-Therapie unbedingt notwendig, Akne dort zu bekämpfen, wo sie entsteht – nämlich im Inneren des Körpers. Kurkuma gegen Akne 2

Und gerade hier hat Curcumin einige interessante Effekte. Es hat nämlich auf zwei Hauptursachen von Akne – Entzündungen und zu viel Insulin – positive Wirkungen gezeigt.

1. Die Wirkung von Curcumin auf Insulin

In einer Studie konnte die positive Wirkung von Curcumin auf Insulin-Resistenz sowie Diabetes festgestellt werden. Wie wir bereits in einem anderen Artikel ausführlich dargelegt haben, ist Insulin einer der Hauptfaktoren bei der Entstehung von Akne. Als Leitsatz kann hier gelten: Alles, was in irgendeiner Weise dazu beiträgt, Insulin zu reduzieren, hilft wahrscheinlich auch gegen Erwachsenenakne.

2. Die Wirkung von Curcumin auf Entzündungen

Studien haben immer wieder gezeigt, dass Aknepatienten höhere Entzündungswerte und niedrigere Level an Antioxidantien haben. Das heißt, dass alles, was dazu beiträgt, Entzündungswerte zu senken und dem Körper wertvolle Antioxidantien liefert, auch dazu beitragen kann, Akne zu bessern. Und genau hier kann es sein, dass Curcumin einen positiven Effekt auf Akne hat, indem es antientzündlich und antioxidativ wirkt.

Darüber hinaus gibt es auch eine Studie, die nahelegt, dass Curcumin als mTor-Inhibitor – also Aufnahmehemmer – fungiert. Dabei handelt es sich um ein Protein, das einen ausschlaggebende Rolle bei der Entstehung von Akne spielt.

Betrachte wir nun die uns zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Studien, zeigt sich ein durchaus positives Bild. Äußerlich angewendet kann Curcumin helfen, P. Acnes Bakterien unschädlich zu machen und Entzündungen zu reduzieren. Innerlich angewendet kann es hingegen positiv auf einige Risikofaktoren hinter Akne wirken.

Der einzige Wermutstropfen an dem Ganzen ist, dass diese Erkenntnisse eben aus In-vitro-Studien stammen und nicht aus Studien, die an Menschen durchgeführt wurden. Ob die Effekte am Menschen tatsächlich dieselben sind, wissen wir daher nicht.

Und die Nachteile?

Kurkuma und das darin enthaltene Curcumin haben nicht nur erwünschte positive Effekte, sondern können durchaus auch unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Zu diesen zählen:

  • In einigen klinischen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen Kurkuma und Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen festgestellt werden. Diese Beschwerden traten bereits bei der relativ geringen Dosis von 450 mg pro Tag auf.
  • Curcumin bindet Eisen im Körper und kann so Eisenmangel und Anämie begünstigen.
  • Bei der gleichzeitigen Einnahme von Curcumin und bestimmten Medikamenten kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Daher solltest Du eine Einnahme von Curcumin immer mit Deinem Arzt absprechen.
  • In In-Vitro-Studien konnte festgestellt werden, dass Curcumin die DNA schädigen kann. Curcumin hat nämlich nicht nur eine antioxidative Wirkung, sondern auch eine oxidative. Das heißt, dass es auch zellschädigend wirken kann. Zwar wurden diese Studien nicht an Menschen durchgeführt, sie sind aber dennoch ein Hinweis darauf, dass Curcumin nicht komplett harmlos ist.

Bevor Du Dich für eine Anwendung von Kurkuma bzw. Curcumin entscheidest, solltest Du auch diese Punkte berücksichtigen. Wie immer lässt sich nicht pauschal sagen, ob Nebenwirkungen auftreten oder nicht. Darüber hinaus kommt es auch darauf an, ob Du Kurkuma zum Würzen verwendest oder ob Du reines Curcumin in Form eines Nahrungsergänzungmittels einnimmst.

Für Letzteres gilt: Probiere am Anfang eine niedrige Dosis und halte vor der ersten Einnahme unbedingt mit Deinem Arzt Rücksprache – insbesondere, wenn Du Medikamente einnimmst!

So kannst Du Kurkuma gegen unreine Haut und Akne anwenden

Du hast zwei Möglichkeiten, Kurkuma bzw. Curcumin anzuwenden: innerlich und äußerlich. Wir wollen Dir daher beide näher vorstellen.

Innerliche Anwendung

Bei der innerlichen Anwendung von Kurkuma gibt es vor allem ein Problem: die schlechte Bioverfügbarkeit von Curcumin. Da es nicht wasserlöslich, sondern nur fettlöslich ist, solltest Du es immer zusammen mit Mahlzeiten oder eben Öl einnehmen. Ansonsten scheidet es Dein Körper einfach wieder aus. Verwendest Du zum Beispiel Kurkuma beim Kochen, solltest Du es unbedingt in Öl auflösen oder kurz darin erhitzen.

Ebenfalls unbedingt empfehlenswert ist die Kombination mit schwarzem Pfeffer. Dieser enthält nämlich den Stoff Piperin, welcher dafür sorgt, dass der Körper Curcumin bis zu 20-mal besser aufnimmt.

Aus diesem Grund enthalten gute Curcumin-Präparate auch immer schwarzen Pfeffer bzw. Piperin. Beim Kochen solltest Deine Speisen deshalb nicht nur mit Kurkuma, sondern gleichzeitig auch immer mit schwarzem Pfeffer würzen. Eine kleine Prise genügt, um die Aufnahme von Curcumin entscheidend zu verbessern – und es schmeckt überdies auch noch richtig lecker!

Äußerliche Anwendung

Reines Curcumin ist in Apotheken und Reformhäusern in Pulverform erhältlich. Die einfachste Art, dieses äußerlich anzuwenden, ist in Form einer Gesichtsmaske. Du kannst dieses mit Wasser, Cistus-Tee, Grüntee oder einem Hydrolat zu einer Paste anrühren und diese als Maske auf Deinem Gesicht verteilen. Kurkuma gegen Akne 3

Um die Anti-Pickel-Wirkung noch zu verstärken, kannst Du auch einen oder zwei Tropfen Teebaumöl, etwas Honig, oder Aloe Vera-Gel hinzufügen. Alternativ kannst Du Dir auch eine Heilerdemaske anrühren und in diese etwas Curcumin beifügen. Gib die von Dir angerührte Maske großzügig auf Dein Gesicht und lasse sie so lange einwirken, bis sie angetrocknet ist. Dann wasche Sie mit viel lauwarmem Wasser ab und pflege Dein Gesicht wie üblich.

So weit, so gut. Das Ganze hat leider auch einen Nachteil: Curcumin ist gelb, sehr gelb. Und es färbt auch alles gelb, das mit ihm in Kontakt kommt. Nicht umsonst wird es unter anderem als Farbstoff zum Einfärben von Textilien verwendet.

Das heißt, dass Curcumin sowohl Deinem Gesicht einen interessanten Gelbstich verleihen kann, als auch, dass es kaum wieder herauszubekommende Flecken auf Kleidung und Handtüchern hinterlässt. Das solltest Du bei der äußerlichen Anwendung von Curcumin berücksichtigen und dementsprechend vorsichtig sein.

Kurkuma gegen Akne – eine gute Idee oder eher nicht?

Kurkuma schmeckt nicht nur köstlich, es hat auch zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften und Potenzial, gegen Akne wirksam zu sein. Es kann sich positiv auf den Insulinhaushalt und Entzündungen auswirken und zudem Pickel verursachende P. Acnes Bakterien bekämpfen. Das konnte in vielen wissenschaftlichen Studien bewiesen werden.

Der einzige Wermutstropfen daran ist, dass diese Studien nicht an Menschen, sondern lediglich In-Vitro – also im Reagenzglas – durchgeführt wurden. Ob sich die in diesen Studien festgestellten positiven Eigenschaften von Curcumin daher eins zu eins auf den Menschen übertragen lassen, sei dahingestellt. Darüber hinaus gibt es auch Studien, die auf mögliche negative Wirkungen von Curcumin hindeuten.

Grundsätzlich ist Kurkuma bzw. Curcumin jedoch ungefährlich und Du kannst es ohne großes Risiko gegen Akne anwenden. Ob sich eine positive Wirkung zeigt, ist wie immer eine individuelle Sache und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Hier hilft wie immer nur Ausprobieren.

 

Erwähnte Studien (bitte klicken):

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