Pickel am Hals effektiv bekämpfen – Checkliste mit 4 hilfreichen Tipps

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• Schwere Pickel & Akne seit 12 Jahren
• Veranstalter der HautKongress 2018
• 12.000+ Akne-Betroffenen geholfen

Pickel am Hals

Hast Du das auch schon einmal erlebt? Du hast Dir einen schicken Rollkragenpullover gekauft und trägst das neue Kleidungsstück nun so oft es geht.

Doch nach einigen Tagen fängt die Haut am Hals plötzlich an zu jucken. Als Du  diesen Bereich inspizierst, entdeckst Du kleine rote Pickel, die sich überall am Hals ausgebreitet haben… Und dabei hast Du doch nächste Woche eine wichtige Verabredung!

Was kannst Du nun also tun, um die lästigen Dinger so schnell wie möglich wieder loszuwerden? Da hilft nur eins: Eine gezielte Behandlung der betroffenen Hautstellen. Mit ein wenig Know-How und den richtigen Tipps gelingt es Dir innerhalb kurzer Zeit, den Halsbereich aknefrei zu bekommen. So kannst Du dann beruhigt Deine Verabredung wahrnehmen – ohne das Gefühl zu haben, dass ein verpickelter Hals einen ungewollten Blickfang darstellt. Darüber hinaus kannst Du mit den richtigen Maßnahmen auch zukünftigen Ausbrüchen vorbeugen. Und wir zeigen Dir, wie.

Hässlich, lästig und nicht zu übersehen – das sind die häufigsten Ursachen für Pickel am Hals:

Bevor wir uns der Frage widmen, wie Du Pickel am Hals effektiv bekämpfen kannst, sollten wir klären, wie diese überhaupt entstehen.

Grundsätzlich bilden sich Pickel am Hals genauso wie an jeder anderen Körperstelle. Eine Hauptrolle hierbei spielt das männliche Sexualhormon Testosteron. Ist dessen Produktion erhöht, steigt auch die Talgproduktion. Dieser Talg sammelt sich dann in den Poren – besonders dann, wenn auch noch eine Verhornungsstörung hinzukommt, sodass abgestorbene und zu viel produzierte Hautzellen den Talg am Abfließen hindern.

So verstopfen die Poren und Mitesser entstehen. Gesellen sich hier noch P. acnes Bakterien hinzu, bilden sich rasch schmerzhaft entzündete Pickel. So entstehen Pickel im Gesicht, im Nacken, am Rücken, am Hals und überall sonst am Körper.

Du hast es Dir wahrscheinlich schon gedacht: An den unschönen Pickeln an Deinem Hals ist der Rollkragenpullover Schuld. Dein neues Lieblingskleidungsstück hat zu Irritationen am Hals geführt und vielleicht hast Du in diesem auch geschwitzt, was ebenfalls die Entstehung von Pickeln begünstigt. P. acnes Bakterien lieben nämlich ein feucht-warmes Klima.

Auch bei anderen Kleidungsstücken kann Dir das passieren; Eng gebundene Krawatten, Schals und dicke Winterjacken führen wie Rollkragenpullis zu einer verminderten Luftzirkulation am Hals und lassen dich – gerade in stark geheizten Räumen – schnell schwitzen. Das führt dazu, dass Deine Haut ständig gereizt ist.

Zudem fühlen sich Bakterien in diesem warmen Klima richtig wohl und können sich ausbreiten. Aus diesem Grund zeigen sich Pickel am Hals gerade in der kalten Jahreszeit besonders oft.

Das Problem: Diese Bakterien infizieren Mitesser, die durch verstopfte Poren hervorgerufen werden. Die Folgen kannst Du an Deinem Hals erkennen, auf dem sich rote entzündete Pickel breitgemacht haben.

Besonders in dem Übergangsbereich zwischen Hals und Gesicht entwickeln sich häufig zahlreiche Mitesser. Für dieses Phänomen sind die in großer Zahl vorhandenen Talgdrüsen verantwortlich.

Sehr unangenehm sind Pickel, die sich im unteren Halsbereich befinden. Diese sind zwar nur vereinzelt vorhanden, fallen dafür aber umso mehr auf: Hier findest Du vor allem rötliche und besonders große, abstehende Pickel.

Du hast es bereits gemerkt: Insgesamt fallen Pickel und Mitesser im Halsbereich sehr auf. Das liegt daran, dass die Haut dort besonders hell und dünn ist. Unebenheiten stechen dort sofort ins Auge. Deshalb solltest Du die betroffenen Hautareale möglichst schnell behandeln, damit der Hals rasch wieder aknefrei ist.

Dabei sehen Pickel am Hals nicht nur unschön aus, sondern sind meist auch noch richtig schmerzhaft. Zwei gute Gründe also, diese Quälgeister schnell wieder loszuwerden und am besten erst gar nicht wieder entstehen zu lassen.

 

4 hilfreiche Tipps gegen Pickel am Hals – Checkliste

 

Reinigung:

Die äußerliche Behandlung von Pickeln beginnt immer mit einer gründlichen Reinigung der betroffenen Hautareale. Am besten verwendest Du hierfür ein mildes Reinigungsgel, das keine reizenden Inhaltsstoffe wie Alkohol, Parfüm oder Menthol enthält. Diese würden Deine ohnehin bereits angegriffene Haut nur noch zusätzlich irritieren und Pickel womöglich noch verschlimmern. Besser ist es hingegen, du benutzt speziell für empfindliche Haut formulierte Reinigungsprodukte, die Schmutz und überschüßigen Talg zwar gründlich, aber sanft entfernen.

Im Anschluss kannst Du auch ein klärendes Reinigungswasser benutzen. Besonders empfehlenswert sind Produkte mit AHA – Fruchtsäure – oder BHA – Salizylsäure. Letztere hat den Vorteil, dass sie sogar in den Poren wirkt, während erstere abgestorbene Hautschüppchen lediglich von der Hautoberfläche entfernt. Nichtsdestotrotz sind beide Säuren empfehlenswert, wenn es darum geht, Pickel und Mitesser loszuwerden. Achte aber unbedingt darauf, dass die Produkte den richtigen pH-Wert haben, denn nur dann wirken die Säuren auch so, wie sie sollen. Du findest wirksame AHA- und BHA-Produkte zum Beispiel im Sortiment von Paula´s Choice. Wende diese regelmäßig an und Du kannst Pickel am Hals effektiv bekämpfen und auch ihrer Neuentstehung vorbeugen.

 

Maske:

Für die Behandlung akuter Pickel am Hals kannst Du eine Gesichtsmaske mit Heilerde anwenden. Die Maske wird etwa 20 Minuten auf dem Hals belassen, bis sie angetrocknet ist. Um ihre Wirkung zu verstärken, kannst Du sie noch mit weiteren wirksamen Anti-Akne-Mitteln anreichern.

So kannst Du zum Beispiel einen Zistrosen-Tee kochen und Deine Heilerdemaske mit diesem anstatt mit Wasser anrühren. Darüber hinaus kannst Du auch einen Tropfen antibakteriell wirkendes Teebaumöl beigeben, um die Wirkung der Maske zu verstärken. Hier hast Du zahlreiche Möglichkeiten, die Maske auf Deine individuellen Bedürfnisse abzustimmen.

 

Ätherische Öle:

Entzündete Pickel kannst Du mit ätherischen Ölen betupfen, denn sie sind natürliche Anti-Pickel-Tupfer. Manukaöl oder Teebaumöl entfalten auf den betroffenen Arealen einen entzündungshemmenden sowie antibakteriellen Effekt und lassen Pickel daher schneller abheilen.

Sei bei der ersten Anwendung jedoch vorsichtig und achte genau darauf, ob Deine Haut vielleicht gereizt reagiert. Dann solltest Du von einer Behandlung mit ätherischen Ölen nämlich absehen. Auch auf offenen Hautstellen solltest Du diese niemals anwenden.

 

Abdeckstift:

Wenn Pickel ganz schnell unsichtbar werden müssen, kannst Du auch einen Abdeckstift verwenden. Am besten nimmst Du ein Produkt, das speziell zum Abdecken von Hautunreinheiten entwickelt wurde und zusätzliche Wirkstoffe enthält, die Pickel austrocknen und schneller abheilen lassen.

Trage das Produkt punktuell und in einer dünnen Schicht auf die abzudeckenden Pickel auf. Klopfe es gut in die Haut ein und verwische die Übergänge sorgfältig. Sollte die Deckkraft noch nicht ausreichen, kannst Du auch mehrere dünne Schichten auftragen. Wenn Du mit dem Ergebnis zufrieden bist, fixiere das Ganze mit einem transparenten Fixierpuder. So hält der Abdeckstift oder die Abdeckcreme den ganzen Tag.

So kannst Du Pickeln am Hals effektiv vorbeugen

Pickel am Hals zu bekämpfen ist das eine, sie gar nicht erst entstehen zu lassen das andere. Wir haben die besten Tipps zur Vorbeugung von Pickeln am Hals für Dich gesammelt

 

  1. Fasse Dir nicht an den Hals

Oft fassen wir uns – zum Beispiel beim Nachdenken oder Telefonieren – unbewusst ins Gesicht oder an den Hals. Ganz schlecht!

So überträgst Du nämlich die Bakterien an Deinen Händen an Deinen Hals, wo sie zur Bildung von Pickeln beitragen können. Versuche also in Zukunft genau darauf zu achten, Dir nicht unbewusst an den Hals zu fassen.

 

  1. Trage Kleidung aus natürlichen und unbehandelten Stoffen

Gerade synthetische und mit Chemikalien behandelte Stoffe können Allergien auslösen und zur Bildung von Pickeln beitragen. Zudem lässt Dich Kleidung aus synthetischen Materialien auch schneller schwitzen, was ebenfalls Pickel verursachen kann.

Besser ist es daher, Du trägst Kleidung aus natürlichen, chemisch unbehandelten Stoffen wie Baumwolle, denn diese reizt Deine Haut nicht und bietet überdies eine gute Luftzirkulation.

 

  1. Achte darauf, nicht zu schwitzen

Gerade im Winter, wenn Du warme Kleidung trägst und von der Kälte draußen in geheizte Räume wechselst, schwitzt Du schnell. Und das kann schnell zur Entstehung schmerzhafter Pickel am Hals führen. Wir raten Dir daher, Schals und Jacken immer abzulegen, wenn Du einen warmen Raum betrittst.

Das ist zum Beispiel häufig beim Shoppen der Fall, wenn Du mehrere Läden betrittst und dabei jedes Mal von Kälte in Wärme und umgekehrt wechselst. Auch wenn es vielleicht lästig ist, solltest Du Deinen Schal immer abnehmen, um nicht zu schwitzen.

 

  1. Verwende die richtigen Körperpflegeprodukte

Natürlich können auch das falsche Duschgel und die falsche Bodylotion zu Pickeln am Hals führen. Zum einen kann es sein, dass Du auf bestimmte Inhaltsstoffe allergisch reagierst, zum anderen kann es auch sein, dass die Produkte zu reichhaltig und vielleicht komedogen – die Poren verstopfend – sind.

Um herauszufinden, ob die Pickel an Deinem Hals von Deinen Körperpflegeprodukten kommen, lasse diese einfach eine Zeit lang weg und beobachte, wie Deine Haut reagiert.

Worauf wartest Du? -Starte jetzt die Pickelbehandlung!

Wie Du siehst, bist Du den lästigen Pickeln am Hals keinesfalls hilflos ausgeliefert. Starte deshalb am besten gleich mit einer gezielten Behandlung. Checke Deine Körperpflegeprodukte und finde heraus, ob diese vielleicht an Deinen Pickeln am Hals Schuld sind.

Benutze spezielle Reinigungsgele und Gesichtswasser, um Pickel am Hals dauerhaft loszuwerden. Achte auch darauf, keine zu enge und zu warme Kleidung sowie Kleidung aus synthetischen sowie chemisch behandelten Stoffen zu tragen.

 

Du wirst merken: Wenn Du die Pickel konsequent behandelst, wirst Du die lästigen Quälgeister bald los sein. Und dann kannst Du Deine Verabredungen wieder ganz entspannt wahrnehmen.

 

 

Erwähnte Studien (bitte klicken):
  • Löffler, Harald, Isaak Effendy, and Rudolf Happle. “Die irritative Kontaktdermatitis.” Der Hautarzt 51.3 (2000): 203-218.
  • Frosch, P. J., Th Rustemeyer, and A. Schnuch. “Kontaktdermatitis.” Der Hautarzt 47.12 (1996): 945-961.
  • Yu, Ruey J., and Eugene J. Van Scott. “Alpha‐hydroxyacids and carboxylic acids.” Journal of cosmetic dermatology 3.2 (2004): 76-87.
  • Bährle-Rapp, Marina. “Salizylsäure, auch: Salicylsäure.” Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. Springer Berlin Heidelberg, 2007. 486-487.
  • Kurokawa I, et al. New developments in our understand- ing of acne pathogenesis and treatment. Exp Dermatol. 2009 Oct;18(10):821-32. Epub 2009 Jun 23. http://www.ncbi.nlm.nih. gov/pubmed/19555434

Bildquelle: TheAlieness GiselaGiardino²³ / compfight.com / CC