Schockierend, wie sich Vitaminmangel auf Deine Haut auswirken kann! (Ein Vitamin beeinflusst sogar direkt Deine Talgproduktion)

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• Schwere Pickel & Akne seit 12 Jahren
• Veranstalter der HautKongress 2018
• 12.000+ Akne-Betroffenen geholfen

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Es ist ziemlich schockierend, was eine groß angelegte Studie aus dem Jahre 2008 für ein Ergebnis hervorbrachte. Vitaminmangel ist kein Problem der dritten Welt und betrifft bei weitem nicht immer nur die Anderen.

Vitamine sind lebenswichtig und sorgen für eine gute Abwehr, versorgen unsere Zellen mit allem was nötig ist und machen Haut und Haare schön. Bei der erwähnten Studie wurde das Essverhalten von rund 20.000 Männern und Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwischen 14 und 80 Jahren über ein Jahr lang untersucht.

Neben der Ernährung wurden auch noch Nahrungsergänzungsmittel und Sportlernahrung sowie Bewegung, Rauchen und Alkoholkonsum erfasst. Die Frage der Studie lautet: Wie steht es wirklich um die Vitaminversorgung in unseren Breitengraden? Das Ergebnis zeigt ziemlich eindeutig, dass es darum nicht sehr gut bestellt ist.

Studien offenbaren Vitaminmangel bei jedem Zweiten

Während bei Vitamin A und B der Mangel nur zwischen 10% und 32% der Bevölkerung betrifft, sind es bei Vitamin C schon rund 30% und bei Vitamin E gut 50%. Noch mangelhafter sieht es bei Vitamin D aus: 82% der Männer und 91% der Frauen liegen unter der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen täglichen Dosis. Ähnliches gilt für[bl id=”2235″] Folsäure[/bl] und das Spurenelement Zink ist mit 25% bis 30% ebenfalls eher Mangelware.

Doch was bedeutet das nun genau und vor allem für Dich und Deine Haut? Wenn wir einmal beim Thema Studien bleiben hat sich gezeigt, dass verschiedene Vitamine und Mineralstoffe im Kampf gegen Akne eine große Hilfe sind.

Zink gegen entzündete Pickel

Da hätten wir zu allererst einmal Zink. Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen mit Akne einen niedrigeren Zink-Level haben als solche ohne Akne. Zink ist antioxidativ und wirkt daher gegen Entzündungen. Zudem hat es Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und die natürliche Hautbarriere und kann so vor dem Bakterium Propionibacterium acnes schützen. Die empfohlene Tagesdosis liegt laut Weltgesundheitsorganisation bei 12 mg für Frauen und 15 mg für Männer.

Zink kommt vor allem vor in 100 g

• Austern (7 – 160 mg)
• Leber (bis zu 6,3 mg)
• Sojamehl (5,7 mg)
• Emmentaler (4,6 mg)

Auch die Vitamine A, C und E spielen eine große Rolle. Vitamin E ist DAS Hautvitamin schlechthin. In Kombination mit den anderen beiden Vitaminen werden freie Radikale bekämpft und Entzündungen verhindert. Sehen wir uns die einzelnen Vitamine einmal genauer an.

Zu wenig Vitamin A, zuviel Talg

Ein Mangel an Vitamin A an kann zu Hyperkeratose führen. Diese bezeichnet eine Verhornungsstörung der Haut die dadurch dicker wird. Vitamin A steht außerdem im direkten Zusammenhang mit der Produktion von Sebum, welches zu verstopften Poren führt. Und zu guter letzt ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A gut für den pH-Wert der Haut. Je niedriger dieser ist, desto besser schützt er vor Bakterien.

Die Tagesdosis sollte zwischen 0,8 mg und 1 mg betragen. Vitamin A wird auch in IE (Internationale Einheiten) angegeben, das entspricht 2600 bis 3300 IE. Bei Vitamin A muss man außerdem unterscheiden zwischen Provitamin A und Retinol.

Retinol kommt nur in tierischen Nahrungsmitteln vor, während Provitamin A auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt und dann im Darm zu Vitamin A umgewandelt wird. Retinol wird in der Leber gespeichert und bei einer dauerhaften Einnahme von über 15 mg kann es schwere Vergiftungssymptome hervorrufen.

Soviel Vitamin A steckt in 100 g

• Leber (7,744 mg)
• Süßkartoffeln (bis zu 1 mg)
• Karotten (0,8 mg)
• Butter (0,68 mg)

Mit Vitamin E zu reiner Haut

Vitamin E besteht eigentlich aus 16 Untergruppen, die allesamt eine antioxidative Wirkung haben. Freie Radikale greifen Zellen an und nur mit einer ausreichenden Versorgung von Vitamin E prallen diese Attacken wirkungslos ab.

Zur Bekämpfung wird außerdem Vitamin C gebraucht. Auch bei der Bildung von Kollagen spielt Vitamin E eine Rolle. Kollagen kommt im Bindegewebe vor und lässt die Haut frischer und praller aussehen. Empfohlen werden 11 mg bis 15 mg, die tolerierbare Höchstmenge liegt allerdings wesentlich höher und zwar bei 300 mg.

Studien haben gezeigt, dass Neurodermitiker mit einer Dosis von 268 mg eine wesentliche Verbesserung ihrer Symptome erfuhren.

Vitamin E findest Du in 100 g

•Sonnenblumenkernen (37,8 mg)
• Mandeln (26,1 mg)
• Erdnuss (8,8 mg)
• Eigelb (5,7 mg)

Vitamin C reguliert die Hormone

Vitamin C hat eine ähnliche Wirkung wie Vitamin E und wirkt zugleich als Booster. Es kräftigt das Bindegewebe, fängt freie Radikale, wirkt gegen Entzündungen, reguliert Hormone und schützt die Gefäße. Eine interessante Studie über Vitamin C und Haut findest Du hier. Es ist vor allem enthalten in

• Zitrusfrüchten (50 – 60 mg)
• Paprika (140 mg)
• Acerola (1700 mg)
• Hagebutte (1250 mg)

Nahrungsergänzungsmittel für reine Haut

vitamine-gegen-pickel2Das ist eine ganze Menge Stoff und viele Zahlen und Daten, aber sie alle zeigen zwei Dinge: Viele von uns sind mit Vitaminen und Nährstoffen nicht ausreichend versorgt. Das wiederum hat einen direkten Effekt auf Deine Haut und Akne, denn nur wenn alle Bausteine zur Genüge vorhanden sind, kann unsere Haut ihre Aufgaben erfüllen und zudem auch noch gut aussehen.

Die entzündungshemmenden Eigenschaften dieser Vitamine sind auch ein nicht zu verachtender Punkt, der Dir vor allem dann zu Gute kommt, wenn sich Deine Pickel mal wieder fies entzünden. Neben einer ausgewogenen Ernährung, die Deinen Blutzuckerspiegel in Schach hält, sind Nahrungsergänzungsmittel ein weiterer Schritt auf dem Weg zu reiner Haut. Wenn Du künftig noch mehr Tipps wie diesen haben möchtest, abonniere doch jetzt gleich unseren Newsletter und verpasse so keine Neuigkeiten mehr.

Erwähnte Studien & Bildquelle (bitte klicken):
  •  Brombach, Christine, et al. “Die Nationale Verzehrsstudie II.” Ernährungs-Umschau 53.1 (2006): 4-9.
  • Braun-Falco, O., and B. Rathjens. “Histochemische Untersuchungen über das Verhalten von Zink in der Haut bei Psoriasis und anderen Hauterkrankungen.”Derm. Wschr 134 (1956): 837.
  • Reifen, Ram. “Vitamin A as an anti-inflammatory agent.” Proceedings of the Nutrition Society 61.03 (2002): 397-400.
  • Tsoureli‐Nikita, Evridiki, et al. “Evaluation of dietary intake of vitamin E in the treatment of atopic dermatitis: a study of the clinical course and evaluation of the immunoglobulin E serum levels.” International journal of dermatology 41.3 (2002): 146-150.
  • Telang, Pumori Saokar. “Vitamin C in dermatology.” Indian dermatology online journal 4.2 (2013): 143.

Bildquellen:

Gemüse / Depositphotos @ robynmac

Vitaminpillen / Depositphotos @ mike_kiev